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Donnerstag, 16. Februar 2012
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Private Equity Eine Million Fixgehalt - plus Prämien

12.11.2007 ·  Durchstarter sind gefragt: Wer einen der rund 1000 Jobs als Beteiligungsmanager ergattert, dem winkt sogar im Abschwung das große Geld.

Von Daniel Schäfer
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Die vor einigen Wochen ausgebrochene Krise auf den Kreditmärkten nimmt den großen Finanzinvestoren zwar den Wind aus den Segeln. Doch selbst im drohenden Abschwung werden viele Beteiligungsfonds Geld verdienen. Ein Stellenabbau ist angesichts der schlanken Struktur der Beteiligungsfonds ohnehin nicht zu erwarten, derzeit stocken die Finanzinvestoren in neuen Wachstumsmärkten wie Asien oder Osteuropa ihre Mitarbeiterzahl sogar auf. In Deutschland dürften die Arbeitsplätze dieser Branche ebenso rar wie heiß begehrt bleiben. Nach Zahlen des Branchenverbands BVK beschäftigen Finanzinvestoren hierzulande 1664 Mitarbeiter. Davon arbeiten gerade einmal 1076 als "Professionals", sprich als Beteiligungsmanager. Während die Top-Positionen weitgehend vergeben sind, gibt es für Berufsanfänger durchaus Chancen, als Mitarbeiter der untersten Ebene ("Junior") einzusteigen.

Ebenso wie die Hedge-Fonds locken die Private-Equity-Gesellschaften junge Finanzmanager mit dem Versprechen aufregender Jobs an den Schaltzentralen der Wirtschaftsmacht - und mit der Aussicht, ziemlich reich zu werden. Die neuen Mitarbeiter fangen bei großen Beteiligungsfonds zumeist als "Analysten" an, die bei der Vorbereitung der Übernahmen unterstützend wirken und im Hintergrund Branchen analysieren. Eine rein universitäre Ausbildung zum Beteiligungsmanager ist nicht möglich, auch wenn Hochschulen derartige Schwerpunkte schon anbieten. Mehr als 90 Prozent der Beteiligungsmanager studieren ein wirtschaftliches oder naturwissenschaftliches Fach und sammeln zunächst Erfahrungen in der Finanzbranche oder Industrieunternehmen. Durchstarter-Qualitäten sind gefragt, denn der Altersschnitt der Branche liegt zwischen 30 und 40 Jahren. Nachdem viele angloamerikanische Fonds in den vergangenen Jahren Büros in Deutschland aufgebaut haben, sind die leitenden Funktionen nun weitgehend vergeben.

Von 100.000 Euro an aufwärts

Die Gehälter in der Branche können sich sehen lassen. Einsteigern, die direkt von der Hochschule kommen, zahlen die Private-Equity-Fonds ähnliche Gehälter wie die Unternehmensberatungen. Wer schon ein paar Jahre Erfahrung bei einer Investmentbank oder Ähnlichem mitbringt, für den sind durchaus 100.000 bis 150.000 Euro im Jahr drin - plus Bonus. Als Partner oder Managing Director sind eine halbe bis eine Million Euro an Fixgehältern üblich. Zusammen mit dem Bonus und einer satten Gewinnbeteiligung kommen leitende Manager der großen Gesellschaften zum Teil auf zweistellige Millionengehälter. Möglich macht dies der "Carried Interest". Dank dieser von den Fondsanlegern bezahlten Gebühr partizipieren die Manager an der Rendite: Zumeist erhalten sie 20 Prozent des mit den Firmenkäufen und -verkäufen erzielten Gewinns.

Jedoch ist dieser Bonustopf für den exklusiven Zirkel der Private-Equity-Häuptlinge reserviert. Die Indianer unter den Beteiligungsmanagern - also die große Mehrheit der dort Beschäftigten - werden am Carried Interest nicht beteiligt.

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