20.08.2008 · Deutschland liegt im europäischen Mittelfeld. Dienstwagen dürfen durschnittlich 33.500 Euro bis 36.500 Euro kosten. Unterschiede zwischen Branchen sind gering, die zwischen verschiedenen Ländern fallen höher aus.
Dienstwagen wecken Begehrlichkeiten. Wer welches Modell fährt, wer welchen Parkplatz hat, solche Fragen sind ein beliebtes Thema unter Angestellten, sei es in der Kantine oder beim Feierabendbier. Die Beratungsgesellschaft Towers Perrin hat jetzt analysiert, wie hoch die Budgets für Dienstwagen in verschiedenen Ländern sind.
Demnach liegt Deutschland im europäischen Mittelfeld. Hierzulande werden Wagen mit einem Listenpreis von durchschnittlich 33.500 Euro (Pharmaindustrie) bis 36.500 Euro (Autoindustrie) gefahren. Während sich die Branchenunterschiede in Grenzen halten, fallen die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern höher aus.
Vergleichsweise knauserig zeigen sich etwa die Unternehmen in Großbritannien, die ihren Mitarbeitern je nach Branche Dienstwagen zwischen 21.500 Euro und 24.500 Euro zur Verfügung stellen. In der Schweiz dürfen die Beschäftigten dagegen auch mal mehr als 40.000 Euro ausgeben.
Immer öfter auch ohne Führungsaufgaben
Die Zahlen sind nicht zu verwechseln mit den regulären Listenpreisen der Autohersteller; sie enthalten Rabatte für die Unternehmen, die nach Aussage der Berater bis zu 25 Prozent des Preises ausmachen können. Grundsätzlich beobachtet Towers Perrin, dass die Unternehmen immer häufiger auch Angestellten ohne Führungsaufgaben einen Dienstwagen zugestehen. Die Unternehmen versprächen sich davon einen höheren Motivationseffekt als von einer finanziell gleichwertigen Gehaltserhöhung. Ob Unternehmen auch die Kosten für Privatfahrten übernehmen, variiere je nach Land und Branche. Pharma- und Technikunternehmen seien eher bereit, auch die privat gefahrenen Kilometer ihrer Mitarbeiter zu übernehmen, als etwa Unternehmen aus dem Bankensektor.