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Karriere : Frauen fragen selten nach Beförderungen

Ist Frauen ihre Freizeit einfach wichtiger? Dieser Frage ging Accenture in einer Umfrage nach. Bild: dapd

Der Frauenanteil in Führungspositionen ist weiterhin gering. Können es nicht mehr Frauen schaffen oder wollen viele gar nicht an die Spitze? Eine neue Umfrage zeigt: Frauen treiben ihre Karriere weniger offensiv voran als Männer.

          Noch sind sie rar: Frauen in den Vorständen großer deutscher Unternehmen. Im vergangenen Jahr waren nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung gerade einmal 4 Prozent der Vorstandsmitglieder der 200 umsatzstärksten Unternehmen weiblich. Unter den Aufsichtsräten betrug der Frauenanteil immerhin 12,9 Prozent.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Dass die Zahl der Führungsfrauen nur langsam steigt, hängt nach  Einschätzung der Unternehmensberatung Accenture maßgeblich damit zusammen, dass Frauen selten nach Beförderungen und Gehaltserhöhungen fragen. Während 74 Prozent der Männer regelmäßig um eine Beförderung bitten, seien es nur 26 Prozent der Frauen, geht aus einer neuen Umfrage hervor. Über Gehaltserhöhungen verhandeln 72 Prozent der Männer, aber nur 48 Prozent der Frauen.

          Work-Life-Balance ist Frauen wichtiger

          Auf die Frage, was Erfolg im Beruf ausmacht, nannten in der Umfrage neben dem obligatorischen Faktor Anerkennung fast die Hälfte der Frauen (46 Prozent) ein ausgeglichenes Verhältnis von Arbeit und Freizeit, neudeutsch Work-Life-Balance. Auf ein möglichst hohes Gehalt legten dagegen nur ein Drittel der Frauen wert.

          Anders fällt die Antwort der Männer aus: Für sie ist Geld um einiges wichtiger als Work-Life-Balance. Und während 24 Prozent der Männer angaben, sie würden eine Vorstandsposition anstreben, taten dies nur 7 Prozent der Frauen. Accenture befragte 4100 Menschen in 33 Ländern, davon 100 Frauen und 100 Männer in Deutschland.

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