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ITK-Branche Softwarespezialisten haben gute Chancen

11.12.2006 ·  Der technische Fortschritt vernichtet Arbeitsplätze in der Telekommunikationsbranche. Doch neue Dienste wie Internet-Fernsehen, Navigationssysteme oder Kommunikation zwischen Maschinen schaffen Jobs.

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Stephan Pfisterer, Personalfachmann beim Branchenverband Bitkom, ist Realist: "Per saldo sehen wir in den kommenden Jahren keine Anhaltspunkte für einen Beschäftigungsaufbau in der Telekommunikation."

Der Grund liegt im technischen Fortschritt. Die Umstellung der Telekommunikationsnetze auf die moderne Internettechnik bringe erhebliche Effizienzgewinne, sagt Pfisterer - und das bedeutet weniger Arbeitsstellen, vor allem bei der Deutschen Telekom, die auch weiterhin in jedem Jahr etwa 10.000 Stellen abbauen wird. Inzwischen beschäftigt der Konzern noch gut 167.000 Mitarbeiter in Deutschland - die meisten davon arbeiten für die Festnetzsparte T-Com. Obwohl die Wettbewerber parallel wachsen und in Maßen neue Mitarbeiter einstellen, ist der Saldo negativ. Bei den Konkurrenten des ehemaligen Monopolisten arbeiten heute etwas mehr als 50.000 Menschen. Selbst das Aufstellen eines Mobilfunknetzes der nächsten Generation schaffe keine neuen Arbeitsplätze, erklärt der Branchenfachmann.

Abseits dieses Trends

Abseits dieses Trends gebe es jedoch gute Beschäftigungschancen, vor allem für Softwarespezialisten. "Neue Dienste wie Internet-Fernsehen, Navigationssysteme oder Kommunikation zwischen Maschinen schaffen Jobs", ist Pfisterer sicher - allerdings nur für gut ausgebildete Fachkräfte, die neben Softwarekenntnissen im besten Fall auch Betriebswirtschaft beherrschen und Erfahrung im Projektmanagement besitzen.

Mitarbeiter mit diesen Qualifikationen hätten auch in der Forschung und Entwicklung gute Karten, denn in Deutschland würden in diesem Geschäftsfeld überproportional viele Entwicklungen vorangetrieben. Vergleichsweise gut sind die Chancen auch im Internet. Unternehmen wie United Internet, die neben DSL-Zugängen auch Speicherplatz im Netz vermieten, bauen ebenso Beschäftigung auf wie kleine Anbieter von Internet-Telefonie. Die wirklichen Fachleute sind sogar so gefragt, daß der Markt inzwischen leergefegt ist. Eine Umfrage des Bitkom hat jedenfalls ergeben, daß jedes zweite Unternehmen derzeit Probleme hat, geeinigtes Personal zu finden.

Quelle: ht./jcw., F.A.Z., 11.12.2006, Nr. 288 / Seite 21
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