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Höchstrichterliche Entscheidung : Nur eingeschriebene Studenten sind versichert

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Nur eine Veranstaltung zu besuchen reicht nicht: Um als Student versichert zu sein, muss man immatrikuliert sein. Bild: dpa

Seit Jahrzehnten ist umstritten, ob Studenten nur dann unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen, wenn sie immatrikuliert sind. Nun gibt es dazu eine höchstrichterliche Entscheidung des Bundessozialgerichts.

          Studenten stehen nur dann unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn sie offiziell  eingeschrieben sind. Der Besuch von Uni-Veranstaltungen ohne Immatrikulation reicht nicht aus, wie das  Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschieden hat.

          Die Klägerin hatte bis Juni 1988 Kunstgeschichte an der Universität Göttingen studiert. Im darauffolgenden Wintersemester nahm sie aber noch an einer Vorlesung und einem Seminar teil. Den Seminarteilnehmern war im Januar 1989 der Besuch eines Gastvortrags empfohlen worden, die Teilnahme war aber freiwillig. Die Frau besuchte den Vortrag. Auf dem Heimweg wurde sie vergewaltigt.

          Mit ihrer Klage forderte sie Leistungen der gesetzlichen  Unfallversicherung wegen psychischer Folgeschäden. Sie sei als Studentin auf dem Heimweg von ihrer Universität versichert gewesen.

          Laut Gesetz sind „Studierende während der Aus- und Fortbildung“ an ihrer Hochschule versichert. Ob dies eine Immatrikulation voraussetzt, ist seit Jahrzehnten umstritten aber noch nie höchstrichterlich entschieden worden. Nun bejahte dies der BSG: Nur immatrikulierte Studenten seien den Ausbildungsregelungen der Hochschule unterworfen und zu Prüfungen zugelassen.

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