01.11.2009 · Die Höhe der Vergütung wird auch durch den Standort des Unternehmens beeinflusst. Zu diesem Ergebnis kommt die Managementberatung Kienbaum. Während ein Ingenieur in einer Führungsposition in Düsseldorf durchschnittlich 106.000 Euro erhält, verdient sein Kollege aus Hannover nur 91.000 Euro.
Die Höhe der Vergütung wird auch durch den Standort des Unternehmens beeinflusst. Während ein Ingenieur in einer Führungsposition in Düsseldorf durchschnittlich 106.000 Euro erhält, verdient sein Kollege aus Hannover nur 91.000 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt die Managementberatung Kienbaum in einer neuen Analyse der regionalen Gehaltsunterschiede in Deutschland.
Am schlechtesten bezahlt werden demnach Ingenieure in ländlichen Gegenden und in den Neuen Bundesländern. Hingegen erhalten sie in Großstädten und Ballungszentren die höchsten Gehälter. Nicht nur die Frage nach dem richtigen Job in der richtigen Branche sei entscheidend für den Verdienst sondern auch, ob man in der richtigen Region arbeitet, folgert das Beratungsunternehmen. Es zeichne sich ab, dass man in einer bestimmten Region arbeiten muss, wenn man in Deutschland zu den Spitzenverdienern gehören wolle.
Auch in der IT-Branche ist Düsseldorf Vergütungshochburg
Führungskräfte in der IT-Branche verdienen in Nordrhein-Westfalen im Schnitt am meisten. Vergütungshochburg ist Düsseldorf. Dort erhält eine Führungskraft knapp ein Viertel mehr Gehalt als im bundesweiten Durchschnitt. Ein Kollege aus Dortmund freut sich über zehn Prozent mehr. Ebenso wird in Frankfurt, Stuttgart, München und Köln ein überdurchschnittliches Salär gezahlt. In Nürnberg und Dresden hingegen fällt die Vergütung tendenziell unterdurchschnittlich aus. Dass in den Großstädten die Gehälter attraktiver seien liege jedoch auch daran, dass das Leben dort mit höheren Lebenshaltungskosten verbunden sei.
Der Trend zu regional variierenden Gehältern zeichnet sich auch bei der Sekretariats- und Bürokraftvergütung ab. Im bundesweiten Vergleich werden Sekretärinnen aus Hamburg überdurchschnittlich gut bezahlt. Liegt zum Beispiel das Durchschnittsgehalt einer Projektassistentin in Deutschland bei 44.100 Euro, erhält man in der gleichen Position in Hamburg 49.500 Euro jährlich. In Leipzig hingegen ist die Bezahlung mit 37.400 Euro unterdurchschnittlich. Ähnlich ist die Situation bei den Chef- und Fremdsprachensekretärinnen: Neben Hamburg zahlen auch Unternehmen in Stuttgart, München, Frankfurt, Köln und Düsseldorf eher überdurchschnittliche Gehälter. Berlin, Hannover und Bremen zahlen unterdurchschnittlich. Dresden, Halle und Leipzig sind auf den hinteren Plätzen des Gehaltsrankings wiederzufinden.