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Donnerstag, 16. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Gehaltsentwicklung Inflation frisst Lohnerhöhung auf

28.10.2008 ·  Erstmals seit April 2007 sind die Tarifeinkommen von Angestellten weniger stark gestiegen als die Verbraucherpreise. Zwischen Juli 2007 und Juli 2008 erhöhten sich zwar Monatsgehälter um 2,9 Prozent, doch die Verbraucherpreise stiegen um 3,3 Prozent.

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Die Gehaltssteigerungen in Deutschland werden durch die Inflation zunichtegemacht. So stiegen die tariflichen Monatsgehälter der Angestellten zwischen Juli 2007 und Juli 2008 um durchschnittlich 2,9 Prozent. Die tariflichen Stundenlöhne der Arbeiter legten zugleich um nur 2,5 Prozent zu. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im gleichen Zeitraum dagegen um 3,3 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit.

Der Anstieg der Gehälter sei vor allem auf frühere Tariferhöhungen zurückzuführen. Anfang 2008 stiegen die Löhne und Gehälter so stark wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Seitdem fielen die Erhöhungen deutlich schwächer aus: Von Mai bis Juli 2008 stiegen die Tariflöhne und -gehälter laut Statistischem Bundesamt im Schnitt nur noch um 0,8 beziehungsweise 1 Prozent.

Die IG Metall fordert aktuell acht Prozent mehr Geld für ihre Beschäftigten. Gesamtmetallpräsident Martin Kannegiesser ermahnte die Gewerkschaft, die wirtschaftliche Entwicklung der Branche zu berücksichtigen. Die Kosten von morgen könnten nicht mit Gewinnen, die gestern verdient worden seien, abgefangen werden, sagte er im ARD-Morgenmagazin.

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