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Gehälter : Ostdeutschland lohnt sich noch immer nicht

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Schönes Dresden? Nicht unbedingt, wenn’s um die Gehaltsfrage geht. Bild: dpa

Eine neue Vergütungsstudie, die FAZ.NET vorliegt, zeigt: In Ostdeutschland verdienen Fachkräfte noch immer deutlich schlechter als anderswo. Es gibt nur eine Ausnahme.

          Dass sich die Gehälter in Ost- und Westdeutschland noch immer deutlich unterscheiden, ist kein Geheimnis. Wie groß das Gefälle ist und welche Regionen und Berufe es wie stark betrifft – das hat nun das Vergütungsportal Gehalt.de mit Hilfe von 339.006 Gehaltsdaten aus den neuen und alten Bundesländern ausgewertet. Demnach bekommen Beschäftigte in Westdeutschland ein Viertel mehr Gehalt als diejenigen in Ostdeutschland, jedenfalls, wenn man nur Fachkräfte miteinander vergleicht, die keine Personalverantwortung tragen.

          Fachkräfte in Westdeutschland erhalten demnach im Schnitt 42.968 Euro Bruttogehalt im Jahr; im Osten bekommen sie dagegen nur 34.308 Euro. Alle Gehaltsdaten, die für die Untersuchung miteinander verglichen wurden, waren nicht älter als ein Jahr. Je nach Beruf und Branche fiel die Lohnlücke sogar noch größer aus. Gehalt.de verglich zu diesem Zweck exemplarisch auch einzelne Berufe und Sektoren miteinander.

          Am meisten klaffen die Gehälter demnach in der Industrie und in der IT auseinander. Ein Elektroniker im Westen Deutschlands verdient etwa durchschnittlich 42.273 Euro, während Beschäftigte im Osten für den gleichen Beruf rund 10.000 Euro weniger erhalten. Das ist eine Differenz von mehr als 31 Prozent. Bei Softwareentwicklern liegt ist die Lohnlücke zwar nicht ganz so groß, liegt aber immer noch bei rund 17 Prozent.

          Im Handel bekommen Fachkräfte in Ostdeutschland rund 20 Prozent weniger Lohn als ihre westdeutschen Kollegen. Verkäufer im Einzelhandel verdienen, in absoluten Zahlen gerechnet, zum Beispiel rund 4000 Euro mehr im Jahr, wenn sie in Westdeutschland arbeiten.

          Auch das Gesundheitswesen haben sich die Gehaltsfachleute näher angeschaut. In den alten Bundesländern bekommen Gesundheitsfachkräfte ínsgesamt 15 Prozent mehr Geld als ihre Kollegen im Osten. Arzthelfer verdienen in den westlichen Bundesländern durchschnittlich 38.818 Euro und damit rund 26 Prozent mehr als in den ostdeutschen Ländern.

          Eine regionale Ausnahme bildet Berlin: Hier, in der hippen deutschen Start-up-Hochburg, liegen die Gehälter mit durchschnittlich 41.020 Euro vergleichsweise hoch. Im Vergleich zu den neuen Bundesländern erhalten Berliner sogar rund zehn Prozent mehr Gehalt.

          Quelle: nab.

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