07.10.2009 · Die Versicherungsbranche setzt immer stärker auf eine variable Vergütung ihrer Top-Manager. Das besagt eine neue Gehälter-Studie des Beratungsunternehmens Kienbaum. Der Bonusanteil ging nach oben, die Grundgehälter sind nur moderat angestiegen.
Leitende Angestellte in der Versicherungsbranche bekommen im Jahr 2009 im Durchschnitt ein moderat höheres Grundgehalt als im Vorjahr. Die Boni allerdings sind deutlich gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Vergütungsstudie des Beratungsunternehmens Kienbaum. Für die Studie wurden 3032 Positionen aus 63 Unternehmen untersucht.
Die Führungskräfte in den Versicherungen, die auf der ersten Ebene unterhalb der Geschäftsführung tätig sind, erhalten demnach durchschnittlich 2,6 Prozent mehr Gehalt, auf der zweiten Ebene sind es drei Prozent. 2007 sind die Grundgehälter noch um durchschnittlich 3,1 beziehungsweise 3,8 Prozent gestiegen.
Trend zu höheren Boni setzt sich fort
In Sachen der variablen Vergütung setzt sich dagegen der Trend zu einem höheren Bonus fort. 2005 betrug die variable Vergütung für leitende Angestellte der ersten Ebene noch durchschnittlich 21.000 Euro, 2007 waren es 26.000 Euro und in diesem Jahr sind es durchschnittlich 30.000 Euro (siehe Grafik). Insgesamt werden Führungskräfte der ersten Ebene durchschnittlich mit 138.000 Euro und Führungskräfte der zweiten Ebene mit 99.000 Euro vergütet.
Die variable Vergütung gehört zum Standard in der Versicherungsbranche: 98 Prozent der Führungskräfte der ersten Ebene und 95 Prozent auf der zweiten Ebene erhalten einen Bonus.
Ein weiteres Ergebnis der Studie war, dass mit der Unternehmensgröße die Vergütung in der Versicherungsbranche ansteigt. In Versicherungsunternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten erhält eine Führungskraft auf der ersten Ebene durchschnittlich 115.000 Euro, während sie in Unternehmen mit mehr als 2000 Beschäftigten mit 167.000 Euro knapp 45 Prozent mehr im Portemonnaie hat. Auf der zweiten Ebene verdient eine Führungskraft 88.000 Euro beziehungsweise 113.000 Euro im Jahr.