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Aufschrei in Amerika Sheryl Sandbergs Stiftung vergibt unbezahltes Praktikum

Die Facebook-Managerin Sheryl Sandberg landete mit ihrem Buch „Lean In“ über Frauenkarrieren einen Bestseller. Jetzt schrieb ausgerechnet eine Mitarbeiterin ihrer Stiftung ein unbezahltes Praktikum aus - und Sandberg erntet einen Aufschrei.

© REUTERS Sheryl Sandberg wird von ihrer eigenen Karriere-Botschaft eingeholt.

Sheryl Sandberg hat in diesem Jahr mit ihrem Karrierebuch „Lean In“ einen Bestseller gelandet. Sandberg, die als Chief Operating Officer das Tagesgeschäft des Internetunternehmens Facebook führt, schreibt darin, dass sich Frauen viel zu oft selbst Steine in den Karriereweg legen. Sie fordert sie zum Beispiel auf, härter zu verhandeln, wenn es ums Gehalt geht. Sie erzählt, wie sie selbst bei Facebook das erste Angebot von Vorstandschef Mark Zuckerberg annehmen wollte und sich von ihrem Schwager drängen lassen musste, nachzuverhandeln.

Die Frauenpower-Botschaft ihres Buches holte Sandberg in dieser Woche ein. Eine der Mitarbeiterinnen der Lean-In-Stiftung, die Sandberg parallel zum Buch ins Leben gerufen hat, schrieb auf ihrer Facebook-Seite ein unbezahltes Praktikum aus. Das löste einen Aufschrei aus.

In Amerika nicht unüblich

Die Facebook-Seite der Mitarbeiterin füllte sich mit empörten Kommentaren, in denen von Ausbeutung die Rede war. Viele Kommentare richteten sich direkt an Sandberg („Schande über Dich, Sheryl“). Es wurde auch darauf hingewiesen, dass Sandberg erst vor wenigen Tagen mit dem Verkauf von Facebook-Aktien 91 Millionen Dollar eingenommen hat. Schließlich reagierte die Lean-In-Präsidentin Rachel Thomas und sagte, die Stiftung wolle künftig auch bezahlte Praktika anbieten.

Unbezahlte Praktika sind in Amerika nicht unüblich, gerade bei nicht-gewinnorientierten Organisationen, zu denen auch Sandbergs Stiftung gehört. Gewinnorientierte Unternehmen müssen Praktikanten bezahlen, allerdings gibt es Ausnahmen. Viele Unternehmen bezahlen Praktikanten sogar sehr gut, bei Google sind es teilweise mehr als 6000 Dollar im Monat.

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Quelle: F.A.Z.

 
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