http://www.faz.net/-gyl-745yj
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 07.11.2012, 15:00 Uhr

Neue Studie Schwache IT-Chefs

Ohne sie läuft nichts in den meisten Unternehmen: Die IT-Verantwortlichen, auch Chief Information Officer“ genannt, leisten einen wichtigen Beitrag zum Geschäftserfolg. In der obersten Hierarchieebene sind sie hingegen nur selten vertreten, zeigt eine neue Studie.

© dapd Herren des Kabelsalats: IT-Verantwortliche tragen viel Verantwortung im Unternehmen. Doch auf die oberste Chefebene schaffen sie es nur selten.

Die IT-Chefs der Unternehmen gehören häufig nicht zur obersten Führungsebene. Das hat eine Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young unter mehr als 300 IT-Spezialisten ergeben. Nur 17 Prozent der IT-Verantwortlichen, auch Chief Information Officers (CIOs) genannt, sind Mitglied des höchsten Führungsgremiums des jeweiligen Unternehmens, wie die Befragung ergab.

Dieser vergleichsweise schlechte Stand der CIOs ist offenbar seit Jahren unverändert: Knapp die Hälfte der befragten Topmanager antwortete in der Befragung, in den vergangenen Jahren habe Stillstand geherrscht, was die Positionierung der IT-Verantwortlichen angeht. Allerdings: Die meisten CIOs hadern nicht mit diesem Zustand: Knapp zwei Drittel der Befragten sind zufrieden mit ihrer derzeitigen Position im Unternehmen.

Mehr zum Thema

Die meisten IT-Verantwortlichen messen ihrer eigenen Arbeit einen höheren Stellenwert bei als das Topmanagement: 60 Prozent der CIOs sind der Ansicht, dass sie einen großen Beitrag leisten, wenn es um die Ausrichtung der Unternehmensstrategie geht, während nur gut ein Drittel der befragten Mitglieder des Topmanagements derselben Meinung ist.

CIOs bleiben bei strategischen Entscheidungen häufig außen vor: Nur 43 Prozent der für die Studie befragten IT-Verantwortlichen  werden hier maßgeblich involviert, so die Selbsteinschätzung der CIOs. Ursache ist aus Sicht von 38 Prozent der IT-Verantwortlichen, dass das Topmanagement sie nicht ausreichend unterstützt und einbindet.

Quelle: FAZ.net

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Mehr Arme, mehr Reiche In Amerika geht die Mittelschicht verloren

Einer neuen Erhebung zufolge schrumpft die Mittelschicht in den Vereinigten Staaten immer weiter. Ober- und Unterschicht hingegen wachsen. Eine Erklärung haben die Wissenschaftler auch dafür. Mehr

16.05.2016, 16:27 Uhr | Wirtschaft
Anders wirtschaften Nicht alle Unternehmen wollen wachsen

Wachstum gilt in den meisten Unternehmen als Selbstzweck. Mittlerweile bekennen sich aber auch einige zu anderen Zielen und verzichten auf Expansion. So wie ein Wuppertaler Unternehmen für Schnürsenkel. Mehr

13.05.2016, 19:52 Uhr | Wirtschaft
Snowden-Dokumente öffentlich It’s fun to stay at the NSA

Pünktlicher Feierabend, zufriedene Kunden und Waterboarding ohne Reue: Neue Dokumente aus dem Fundus von Edward Snowden geben Einblicke in den Agentenalltag. Mehr Von Harald Staun

22.05.2016, 15:27 Uhr | Feuilleton
Großbritannien Royale Blütenpracht mit der Queen

Die Queen hatte am Montag gleich mehrere Mitglieder der königlichen Familie um sich gescharrt. Auf dem Programm stand der Besuch bei der traditionellen Chelsea Flower Show in London. In diesem Jahr gingen die Verantwortlichen der Blumen-Show auch auf den 90. Geburtstag von Elisabeth der Zweiten ein. Mehr

24.05.2016, 11:13 Uhr | Gesellschaft
Bamf-Studie Überwiegend jung und männlich

Im Jahr 2015 waren drei Viertel der Asylantragssteller männlich, zwei Drittel waren jünger als 33 Jahre alt. Das geht aus Befragungen des Bundesamts für Migration hervor. Mehr

19.05.2016, 17:44 Uhr | Politik

App für die Essensbestellung Mittagspause ohne Hektik

Jeden Mittag die gleiche Hektik: Wohin gehen wir, wie lange dauert es, bis das Essen kommt? Das fragten sich auch drei Studenten, wenn sie mal nicht in die Mensa wollten. Sie fanden eine Lösung und gündeten kurzerhand ein Unternehmen. Mehr Von Brigitte Koch 2 9