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Neue Studie : Schwache IT-Chefs

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Herren des Kabelsalats: IT-Verantwortliche tragen viel Verantwortung im Unternehmen. Doch auf die oberste Chefebene schaffen sie es nur selten. Bild: dapd

Ohne sie läuft nichts in den meisten Unternehmen: Die IT-Verantwortlichen, auch Chief Information Officer“ genannt, leisten einen wichtigen Beitrag zum Geschäftserfolg. In der obersten Hierarchieebene sind sie hingegen nur selten vertreten, zeigt eine neue Studie.

          Die IT-Chefs der Unternehmen gehören häufig nicht zur obersten Führungsebene. Das hat eine Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young unter mehr als 300 IT-Spezialisten ergeben. Nur 17 Prozent der IT-Verantwortlichen, auch Chief Information Officers (CIOs) genannt, sind Mitglied des höchsten Führungsgremiums des jeweiligen Unternehmens, wie die Befragung ergab.

          Dieser vergleichsweise schlechte Stand der CIOs ist offenbar seit Jahren unverändert: Knapp die Hälfte der befragten Topmanager antwortete in der Befragung, in den vergangenen Jahren habe Stillstand geherrscht, was die Positionierung der IT-Verantwortlichen angeht. Allerdings: Die meisten CIOs hadern nicht mit diesem Zustand: Knapp zwei Drittel der Befragten sind zufrieden mit ihrer derzeitigen Position im Unternehmen.

          Die meisten IT-Verantwortlichen messen ihrer eigenen Arbeit einen höheren Stellenwert bei als das Topmanagement: 60 Prozent der CIOs sind der Ansicht, dass sie einen großen Beitrag leisten, wenn es um die Ausrichtung der Unternehmensstrategie geht, während nur gut ein Drittel der befragten Mitglieder des Topmanagements derselben Meinung ist.

          CIOs bleiben bei strategischen Entscheidungen häufig außen vor: Nur 43 Prozent der für die Studie befragten IT-Verantwortlichen  werden hier maßgeblich involviert, so die Selbsteinschätzung der CIOs. Ursache ist aus Sicht von 38 Prozent der IT-Verantwortlichen, dass das Topmanagement sie nicht ausreichend unterstützt und einbindet.

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