15.12.2009 · Der frühere EnBW-Vorstandschef Utz Claassen soll künftig die Geschicke des Solarkraftwerksentwicklers Solar Millennium lenken. Der Aufsichtsrat habe Claassen zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen, teilte das Unternehmen mit.
Der frühere EnBW-Vorstandschef Utz Claassen soll künftig die Geschicke des Solarkraftwerksentwicklers Solar Millennium lenken. Der Aufsichtsrat habe den 46-Jährigen zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen, teilte das Erlanger Unternehmen am Dienstag mit. Claassen werde zum 1. Januar 2010 den Posten von Christian Beltle übernehmen, der Mitglied des Vorstandes bleibe. Über die weitere Aufgabenverteilung solle im Januar entschieden werden.
„Die Zukunft des Planeten liegt in neuen Technologien, ganz besonders in den Bereichen Energie und Klimaschutz“, teilte Claassen mit. Es sei eine spannende Aufgabe, mit Solar Millennium die Solarthermie voranzutreiben. Claassen - Verfechter längerer Atomkraftwerks-Laufzeiten - leitete von 2003 bis 2007 den Versorger EnBW und brachte ihn mit Beteiligungsverkäufen und einem Sanierungsprogramm wieder in die schwarzen Zahlen. Nach einer Klage gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber auf ein jährliches Ruhegeld von 400.000 Euro einigte sich Claassen jüngst außergerichtlich mit EnBW auf eine Abfindung von 2,5 Millionen Euro. Vom Vorwurf der Politiker-Bestechung wurde Claassen 2007 freigesprochen.
Solar Millennium plant, baut und betreibt solarthermische Kraftwerke und gehört zu den Gesellschaftern des Wüstenstrom-Projektes Desertec.