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Freitag, 17. Februar 2012
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Linklaters Marsch-Barner wechselt

29.09.2008 ·  Reinhard Marsch-Barner, Chefjurist der Deutschen Bank, wird zum 1. Oktober die Anwaltskanzlei Linklaters beratend im Aktien- und Kapitalmarktrecht unterstützen. Er wird neuer „Of Counsel“.

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Die Rechtsanwaltskanzlei Linklaters hat einen renommierten Unternehmensjuristen für sich gewonnen: Reinhard Marsch-Barner, 65 Jahre alt und bislang Chefjurist der Deutschen Bank, wird vom 1. Oktober an „Of Counsel“ der Kanzlei. Diesen Titel verleihen Anwaltskanzleien externen Beratern, beispielsweise Hochschullehrern oder ehemaligen Regierungsmitgliedern. Die Counsel werden nicht Partner, beeinflussen also nicht die Strategie einer Sozietät, sie eröffnen aber mit ihren Kontakten und ihrer Erfahrung Zugang zu neuen Mandaten.

Er strebe keine „Feierabend-Beschäftigung“ bei Linklaters an, sagte Marsch-Barner, sondern wolle die Kanzlei vor allem in seinen Fachgebieten Aktien- und Kapitalmarktrecht unterstützen. „In Zeiten der Finanzkrise, in denen viele Fälle am seidenen Faden hängen, brauchen wir jemanden, der die Unternehmen sehr gut kennt und weiß, was sie brauchen“, sagte Ralph Wollburg, einer der leitenden Partner für Unternehmensfusionen und -transaktionen (M&A) bei Linklaters.„Wir brauchen nicht jemanden, der Gutachten schreibt, sondern der an der vordersten Front dabei ist.

Die Finanzkrise hat der Kanzlei schon viel Arbeit verschafft: So hat Linklaters etwa die Industriebank IKB in den Phasen von Restrukturierung und Verkauf beraten. Doch die Krise habe für Anwälte nicht nur „angenehme Folgen“, schilderte Wollburg: Mancher „Starmandant“ verschwinde von der Bildfläche, ob durch Insolvenz oder infolge der zunehmenden Konsolidierung der Finanzbranche. Spürbar negative Folgen gebe es für Linklaters nicht, sagte der German Senior Partner Michael Lappe. Die Partner im Bereich Finance hätten sich etwa darauf eingestellt, dass ihr Schwerpunkt sich der Beratung über Structured Finance hin zur Abschirmung von Risiken entwickelt habe.

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