Home
http://www.faz.net/-gyl-75i51
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Mobilität Akademiker ziehen häufig für den Job ins Ausland

Jeder siebte Akademiker hat schon für einen Arbeitsplatzwechsel schon einmal den Schritt ins Ausland gewagt. Das Gehalt spielt dabei für die Grenzgänger angeblich keine entscheidende Rolle.

© F.A.Z. Vergrößern Beruflich bedingter Umzug ins Ausland eher unüblich

Wer einen Abschluss einer Hochschule oder Fachhochschule in der Tasche hat, den zieht es aus Karrieregründen am ehesten ins Ausland. Fast jeder siebte Akademiker (14 Prozent) hat Deutschland aus beruflichen Gründen schon einmal den Rücken gekehrt. Unter Absolventen von Fach-, Meister- und Technikerschulen zieht es immerhin noch jeden Zehnten in die Fremde. Der Anteil für Gruppen mit niedrigeren Bildungsabschlüssen ist deutlich geringer. Über alle Qualifikationsniveaus hinweg beträgt der Anteil 5 Prozent. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung unter rund 1000 Teilnehmer hervor. Davon verfügten 14 Prozent über ein Nettoeinkommen von mehr als 4000 Euro im Monat.

Sven Astheimer Folgen:  

Als Hauptgrund für ihre Entscheidung gaben die Expatriaten an, eigene Auslandserfahrungen (83 Prozent) sammeln und neue Sprachen lernen (75) zu wollen . Etwas mehr als die Hälfte erhoffte sich durch den Schritt verbesserte Karrierechancen, fast jeder zweite erwartete sich im Ausland eine höhere Lebensqualität. Nur 40 Prozent nannten bessere Arbeitsbedingungen als Beweggrund, wozu unter anderem ein höheres Gehalt sowie mehr Arbeitsplatzsicherheit gehören.

Insgesamt hält sich die Umzugsbereitschaft deutscher Arbeitskräfte auch innerhalb des Landes noch in Grenzen. Rund 77 Prozent der Befragten gaben an, den Wohnort noch nie aus beruflichen Gründen gewechselt zu haben. Auch hier gilt: Je höher der Bildungs- und Qualifikationsabschluss, desto höher die Mobilität. Unter Akademikern und Abiturienten haben schon 40 Prozent aus beruflichen Motiven die Koffer gepackt, die Hälfte davon sogar schon mehrfach. Für zwei von drei Befragten war eine „unbefristete Stelle“ der wichtigste Grund für einen Umzug. Für einen Jahresvertrag verlässt nicht einmal jeder Zehnte seine Heimat.

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Studie zu Bildungschancen Der Schulort entscheidet

Sind die Bildungschancen in Deutschland gerecht verteilt? Wie groß sind die Unterschiede zwischen den Bundesländern? Antworten gibt die Bertelsmann-Stiftung im neuen Chancenspiegel – einige davon überraschend einfach. Mehr

11.12.2014, 09:00 Uhr | Politik
Russland-Debatte Zum Tanzen braucht man immer zwei

Der für Außenpolitik verantwortliche F.A.Z.-Redakteur Klaus-Dieter Frankenberger zieht in einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung ein ernüchterndes Zwischenfazit der um Russland kreisenden Debatten. Vielleicht müsse man die Hoffnungen für eine konstruktive Lösung auf die Zeit nach Putin verlegen, so Frankenberger, denn: Zum Tanzen braucht man immer zwei! Mehr

05.12.2014, 11:21 Uhr | Politik
Arbeitsmarkt Jeder Sechste überqualifiziert

Mehr als 16 Prozent der Deutschen üben derzeit eine Arbeit aus, die unter ihrem Qualifikationsniveau ist. Besonders viele von ihnen leben in den neuen Ländern. Die Gründe dafür sind vielfältig. Mehr

16.12.2014, 16:00 Uhr | Beruf-Chance
Segeltörns für Blinde und Sehbehinderte

Die polnische Stiftung Imago Maris veranstaltet Segeltörns für Blinde und Sehbehinderte. Es geht darum, den Spaß am Wassersport zu erleben, Grenzen zu überwinden und neue Erfahrungen zu machen - bis hin zu einem Törn auf dem Mittelmeer. Mehr

26.09.2014, 16:20 Uhr | Sport
Naumann-Stiftung in Kairo Frontalangriff gegen Liberale

Nach der Adenauer-Stiftung ist nun die Naumann-Stiftung dran: Weil die Arbeit der liberalen Einrichtung den ägyptischen Behörden gegen den Strich geht, zwingt sie das Regime in Kairo zur Einstellung ihrer Arbeit – auch wenn Statusfragen vorgeschoben werden. Mehr Von Markus Bickel, Kairo

16.12.2014, 13:56 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 04.01.2013, 16:40 Uhr

Stellensuche
Was
Wo