13.11.2012 · Fehlen Dank und gute Wünsche im Arbeitszeugnis kommt schnell der Verdacht auf, das Arbeitsverhältnis sei nicht störungsfrei verlaufen. Kann ich deshalb auf den Dank meines Chefs im Zeugnis pochen?
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Arbeitszeugnisse, wer hat Schuld?
Ich finde die Richterschelte nicht fair. Schuld daran, dass gerade
Arbeitsgerichte mit Zeugnissen und deren Formulierungen
überschwemmt werden, sind doch die Arbeitgeber. Deren
"Geheimsprache" und Interpretationen. Wer als normaler
Arbeitgeber einfach etwas hinschreibt, was er gut meint, wird damit
konfrontiert, dass seine Formulierungen nicht mal ein ausreichend in der
Zeugniswelt darstellen als Beispiel. Natürlich wehrt sich ein
Arbeitnehmer dagegen. Was aber richtig ist, was weiter unten gesagt
wurde, Zeugnisse werden heute teilweise selber geschrieben und zur
Unterschrift vorgelegt und schlechte Arbeitnehmer bekommen bessere
Zeugnisse um sie loszuwerden. Aber wie soll man es lösen?
Schulnoten + Kopfnote, die das jetzige Zeugnis wiedergäbe sind
genauso Streitgegenstand, nur wäre die "Note" transparenter.
Aber die erwähnten Nicht-BAG Urteile haben Recht, wenn potentielle
Arbeitgeber auf die Grußformel achten, damit also Bestandteil
für sie eines Zeugnisses ist, gehört sie auch rein.
Welchen Sinn macht ein Zeugnis,
welches keine Bewertung enthält, sei es positiv oder negativ? Die gefälligen Richter mit dem Parteibuch der Klassenjustiz haben längst jeglichen Blick für sinnvolles Handeln verloren und wollen anscheinend Arbeitsbeschaffungsmassnahmen mit viel nutzlosem Papierkram in den Firmen durchsetzen. Es ist eine Zumutung für den anständigen Steuerzahler, solchen beamteten Haarspaltern den Lohn zu bezahlen.
Schade eigentlich, insgesamt eine verlogene Welt.
All zu viele Arbeitgeber sind längst dazu übergegangen dass
der Arbeitnehmer sein Zeugnisvorschlag vorlegt und man diesen nur noch umformuliert.
Schade dass alle möglichen Floskeln aufgeboten werden
müssen weil man keine Lust hat vor das Arbeitsgericht zitiert zu werden.
Mehr Ehrlichkeit und mehr Härte Klare Aussage wäre sicher besser.
Die beliebten Interpretationen der Arbeitgeber erübrigten sich.
Bedeutung von Arbeitszeugnissen
Bei dem gegenwärtigen Trend der Rechtssprechung wird die Bedeutung von Arbeitszeugnissen in Zukunft abnehmen, da diese eine immer geringer werdende Aussagekraft über die tatsächliche Leistung und das Verhalten des Arbeitnehmers haben.
Arbeitszeugnisse sind dank unserer Sozialrichter, ....
... die sich gedanklich und leistungsmäßig den Lowperformern
verbunden fühlen, völlig wertlos geworden. Viele schreiben sie
sich mittlwerweile selbst, weil Chef keine Zeit oder Lust hat. Als
Arbeitgeber sollte man ein Standardzeugnis für alle schreiben nur
mit besten Bewertungen ... spart Zeit und Anwaltskosten und alle sind
zufrieden.
Der Deutsche an sich fürchtet Benotungen und Bewertungen, wir sind
ja auch alle tolle Menschen (s. auch die Kritik an den
inflationären Gut-Benotungen an deutschen Unis).
Kuschelpädagoge trifft auf gehätschelten Jungakademiker ....
was soll da schon rauskommen?
...sind mittlerweile gerichtlich erzwungene Falschbeurkundungen und weitgehend wertlos. Besondere Vorsicht ist bei "optimalen" Zeugnissen ("stets vollste Zufriedenheit", "Bedauern" usw.) geboten. Oft Indiz für schwache oder inkorrekte Mitarbeiter, die man irgendwie klagevermeidend loswerden mußte.