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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kolumne „Mein Urteil“ Muss mein Chef mir im Arbeitszeugnis danken?

 ·  Fehlen Dank und gute Wünsche im Arbeitszeugnis kommt schnell der Verdacht auf, das Arbeitsverhältnis sei nicht störungsfrei verlaufen. Kann ich deshalb auf den Dank meines Chefs im Zeugnis pochen?

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Alexander Berndt

Arbeitszeugnisse, wer hat Schuld?

Ich finde die Richterschelte nicht fair. Schuld daran, dass gerade Arbeitsgerichte mit Zeugnissen und deren Formulierungen überschwemmt werden, sind doch die Arbeitgeber. Deren "Geheimsprache" und Interpretationen. Wer als normaler Arbeitgeber einfach etwas hinschreibt, was er gut meint, wird damit konfrontiert, dass seine Formulierungen nicht mal ein ausreichend in der Zeugniswelt darstellen als Beispiel. Natürlich wehrt sich ein Arbeitnehmer dagegen. Was aber richtig ist, was weiter unten gesagt wurde, Zeugnisse werden heute teilweise selber geschrieben und zur Unterschrift vorgelegt und schlechte Arbeitnehmer bekommen bessere Zeugnisse um sie loszuwerden. Aber wie soll man es lösen? Schulnoten + Kopfnote, die das jetzige Zeugnis wiedergäbe sind genauso Streitgegenstand, nur wäre die "Note" transparenter.

Aber die erwähnten Nicht-BAG Urteile haben Recht, wenn potentielle Arbeitgeber auf die Grußformel achten, damit also Bestandteil für sie eines Zeugnisses ist, gehört sie auch rein.

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Franz Wildner
Franz Wildner (Feluske) - 13.11.2012 18:17 Uhr

Welchen Sinn macht ein Zeugnis,

welches keine Bewertung enthält, sei es positiv oder negativ? Die gefälligen Richter mit dem Parteibuch der Klassenjustiz haben längst jeglichen Blick für sinnvolles Handeln verloren und wollen anscheinend Arbeitsbeschaffungsmassnahmen mit viel nutzlosem Papierkram in den Firmen durchsetzen. Es ist eine Zumutung für den anständigen Steuerzahler, solchen beamteten Haarspaltern den Lohn zu bezahlen.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 13.11.2012 13:36 Uhr

Schade eigentlich, insgesamt eine verlogene Welt.

All zu viele Arbeitgeber sind längst dazu übergegangen dass der Arbeitnehmer sein Zeugnisvorschlag vorlegt und man diesen nur noch umformuliert.

Schade dass alle möglichen Floskeln aufgeboten werden müssen weil man keine Lust hat vor das Arbeitsgericht zitiert zu werden.

Mehr Ehrlichkeit und mehr Härte Klare Aussage wäre sicher besser.

Die beliebten Interpretationen der Arbeitgeber erübrigten sich.

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Rüdiger Müller

Bedeutung von Arbeitszeugnissen

Bei dem gegenwärtigen Trend der Rechtssprechung wird die Bedeutung von Arbeitszeugnissen in Zukunft abnehmen, da diese eine immer geringer werdende Aussagekraft über die tatsächliche Leistung und das Verhalten des Arbeitnehmers haben.

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 13.11.2012 12:26 Uhr

Arbeitszeugnisse sind dank unserer Sozialrichter, ....

... die sich gedanklich und leistungsmäßig den Lowperformern verbunden fühlen, völlig wertlos geworden. Viele schreiben sie sich mittlwerweile selbst, weil Chef keine Zeit oder Lust hat. Als Arbeitgeber sollte man ein Standardzeugnis für alle schreiben nur mit besten Bewertungen ... spart Zeit und Anwaltskosten und alle sind zufrieden.
Der Deutsche an sich fürchtet Benotungen und Bewertungen, wir sind ja auch alle tolle Menschen (s. auch die Kritik an den inflationären Gut-Benotungen an deutschen Unis). Kuschelpädagoge trifft auf gehätschelten Jungakademiker .... was soll da schon rauskommen?

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Winfried Schröder-Babo

Arbeitszeugnisse...

...sind mittlerweile gerichtlich erzwungene Falschbeurkundungen und weitgehend wertlos. Besondere Vorsicht ist bei "optimalen" Zeugnissen ("stets vollste Zufriedenheit", "Bedauern" usw.) geboten. Oft Indiz für schwache oder inkorrekte Mitarbeiter, die man irgendwie klagevermeidend loswerden mußte.

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