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Kolumne „Mein Urteil“ Ist eine freiwillige Frauenquote diskriminierend?

 ·  Während der Gesetzgeber noch berät, sind die Unternehmen schon weiter. Aber diskriminiert ein Arbeitgeber seine männlichen Mitarbeiter, wenn es freiwillig eine Frauenquote einführt?

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Sandra Maier

Familien nicht Frauen fördern

Die Debatte um die Frauenquote geht meiner Meinung nach an der zentralen Frage vorbei: Wie fördern wir junge Familien in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Frauenquote ist da eher nebensächlich.

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Closed via SSO
Sebastian Kramper (Krakz) - 21.03.2012 10:10 Uhr

Wenn Quote - dann aber richtig

Eine Quote ist immer eine – juristisch bedenkliche - Brechstange mit der verkrustete Strukturen aufgebrochen werden. Aus grundsätzlichen Erwägungen bin ich gegen eine Quote. Ich bin aus einer Generation, in deren Jugend soziale Gerechtigkeit noch propagiert wurde. Was ist nicht verstehe, warum sie ausgerechnet, für Frauen aus dem Management angewendet werden soll, die ins Top-Management wollen? Wären nicht Migranten- oder Hartz IV-Kinder-Quoten für Universitäten und Ähnliches sehr viel dringender, wenn denn Benachteiligten mit diesem Mittel geholfen werden soll?

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Michael Muscholl

Frauenquoten diskiminieren Frauen

Frauenquoten ob "feiwillig" oder nicht haben den Beigeschmack einer Behindertenquote und das haben Frauen gar nicht nötig. Es ist ja doch eine Selbstverständlichkeit, dass Frauen den Männern in nichts nachstehen, was berufliche Qualifikationen angeht. Die individuelle Biographie hochqualifizierter Frauen, die eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie zum Thema hat. ist der Sargnagel des Karriereaufstiegs in den meisten Positionen. Eine Frauenquote ändert daran jedoch gar nichts- vielmehr macht sie aus hochgeschätzten Kolleginnen Quotenfrauen. Frau sein ist keine Behinderung, sondern eine Bereicherung in allen von Männern dominierten Berufen.
Der Bevölkerungswandel wird von alleine eine Zunahme von Frauen in Führungspositionen erzwingen. Leider ist zu befürchten, dass gleichzeitig immer weniger dieser intellegenten und gut ausgebildeten Frauen eine Familie gründen werden. Und das wäre ein sehr schmerzhafter Verlust für unsere Gesellschaft.

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Andreas Rheinhardt

Sonstige Fördermaßnahmen

Und was ist mit Fördermaßnahmen, die nicht unabhängig vom Geschlecht sind (z.B. ein Mentoring speziell für Frauen -- keine Seltenheit beim heutigen feministischen Sexismus)? Und was ist, wenn für die Aufnahme in Fördermaßnahmen Quoten gelten? Sind das erlaubte "positive" Maßnahmen?
Warum soll es überhaupt positive Maßnahmen geben für Frauengenerationen, die in ihrem Leben nie negativ diskriminiert wurden?

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Hans Edelmann

Freie Auswahl nach unternehmerischen Belangen oder einfach nach Quoten?

Bei einer freien Auswahl der Mitarbeiter kommt es zu einer kleinen, aber feinen Auswahl bestqualifizierter Frauen für Spitzenpositionen der Unternehmen. Mit einer gesetzlich
aufgezwungenen oder freiwillig selbstverordneten Frauenquote wird die Auswahl der
Mitarbeiter unfrei, und es kommt auch eher zu einer Negativauswahl von Frauen
für Spitzenpositionen in den Unternehmen.

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