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Kolumne „Mein Urteil“ Darf ich während der Freistellung woanders arbeiten?

 ·  Nach einer Kündigung oder bei Abschluss eines Aufhebungsvertrags kann isch die Frage stellen: Darf ich während der Freistellung für einen anderen Arbeitgeber tätig werden?

Kolumne Bilder (1) Lesermeinungen (4)
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Bernd Chufu
Bernd Chufu (Raneb) - 24.02.2013 08:53 Uhr

Eigentlich sollte Vertragsfreiheit gelten und es dem Arbeitgeber überhaupt nichts angehen ...

welche sonstigen Verträge der Arbeitnehmer sonst noch geschlossen hat oder welche sonstigen Einkünfte er sonst noch erzielt. Auch während der normalen Mitarbeitsphase in einem Unternehmen. Das einzige was der Arbeitnehmer seinem Vertragspartner schuldet, ist die Arbeitsleistung. Was darüber hinaus geht, ist Versklavung! Wenn der Arbeitgeber freiwillig auf die Arbeitsleistung verzichtet, muss er auch dafür aufkommen, egal welche sonistgen Einkünfte beim Arbeitnehmer vorliegen. Mir scheint das deutsche Arbeitsrecht orientiert sich sehr stark an einer untergeordneten Position des Arbeitnehmers, was sich auch in den Begriffen "Dienstvertrag" oder "Dienstverhältnis" ausdrückt.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.02.2013 14:51 Uhr
Oliver Dartmann

Zur kapitalistischen Scheindemokratie

Sehr geehrter Herr Vogel,

Sie haben natürlich als deutscher Bundesbürger jederzeit das Recht, Ihre Ideen zu formulieren und sich zur Wahl zu stellen, um Anhänger für Ihre Ideen (gegen die kapitalistische Scheindemokratie) zu finden und um diese umzusetzen.

Geld regiert die Welt: Im kleinen fängt's an! Und der kleine, wie der große Mann trägt dazu bei.

In diesem Sinne...

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Oliver Dartmann

Antwort auf den Kommentar 1

Lieber Herr Chufu,
neben der eigentlichen Arbeitsleistung entstehen selbstverständlich noch weitere Rechte und Pflichten aus einem Arbeitsvertrag. Auch wenn in einem Arbeitsvertrag nichts weiteres geregelt ist, gilt nach ArbZG die Mindestruhezeit von 11 Stunden pro 24-Stundenzeitraum. Zwar kann der AN tun und lassen, was er will, jedoch darf es die eigtl. Arbeit nicht beeinträchtigen.

Der Begriff "Versklavung" ist hier von Ihnen völlig unangemessen gewählt. Setzen Sie sich mit der Bedeutung dieses Begriffs auseinander. Eine Freistellung mit Lohn-/ Gehaltsfortzahlung hat m.M. nach nichts mit Versklavung zu tun.

Der Begriff "Dienstvertrag" stammt aus dem bürgerlichen Recht und wird in §611 BGB geregelt. Dabei schuldet der Arbeitnehmer lediglich den Arbeitsdienst, ohne, dass ein gewisser Erfolg eintreten muss. Im Unterschied dazu ist beim Werkvertrag (das Komplement; § 631 BGB) auch ein Erfolg geschuldet. Lesen sie vorher nach!

Also bitte sachlich bleiben und nicht hysterisch werden.

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Jürgen Vogel
Jürgen Vogel (pascht) - 25.02.2013 07:41 Uhr

Tja

Dazu bräuchten wir in diesem Lande eine echte Demokratie, nicht nur eine kapitalistische Scheindemokratie.

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24.02.2013, 08:00 Uhr

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