04.02.2007 · "Indien hat mich von Anfang an begeistert. Da es sicher der einzige Auslandsaufenthalt in meinem Studentenleben sein wird, wollte ich mal richtig raus aus Deutschland.“
"Indien hat mich von Anfang an begeistert. Da es sicher der einzige Auslandsaufenthalt in meinem Studentenleben sein wird, wollte ich mal richtig raus aus Deutschland, aus Europa und in eine ganz andere Kultur eintauchen. Urlaube sind ja auch ganz nett, aber in einem fremden Land zu leben bedeutet schon etwas anderes. Man wird sensibler für die Mentalitätsunterschiede, wenn man eine ganz andere Arbeitskultur kennenlernt. Das Praktikum, auf das ich mich über die Organisation Aiesec beworben habe, dauert knapp fünf Monate und war für Human Resources/Training und Development ausgeschrieben. Mein absoluter Wunschberufszweig.
Ich studiere BWL an der Uni Köln und habe in dem Bereich auch in Deutschland schon Praktika gemacht. Bangalore war mir außerdem als eine für Westler moderate indische Großstadt empfohlen worden.
Nun sitze ich in der Unternehmenskommunikation, versuche das hauseigene Intranet zu erneuern und nehme hauptsächlich Marketingaufgaben wahr. Unverhofft kommt oft in Indien. Enttäuscht bin ich über das andere Aufgabenfeld aber nicht. Die Hauptsache ist, dass ich eine einigermaßen interessante und nicht überflüssige Arbeit machen kann.
Zu anspruchsvoll dürften die Anforderungen - zumindest am Anfang - wahrscheinlich gar nicht sein. Man unterschätzt, wie sehr einen der Kulturschock und die neue Umgebung unter Stress setzen. Es braucht seine Zeit, bis man hier klarkommt und zum Beispiel das Kuh-Rikscha-Saree-Chaos auf den Straßen als normal empfindet."