Home
http://www.faz.net/-gyl-73j17
Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Mechthild Dyckmans Apfelscheiben statt Crystal

 ·  Sie arbeitete viele Jahre als Richterin. Erst im Alter von Mitte 50 zog es Mechthild Dyckmans in die Bundespolitik. Nun ist sie Drogenbeauftragte der Regierung.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (3)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Werner Grunewald

Staatseingriffe immer nur "Ultima Ratio"?

Wenn gerade das große Elend von drogenabhängigen Menschen nicht genau das ist, was zur "Ultima Ratio", also einem "Staatseingriff" (allein schon dieses Wort!), berechtigt, was soll denn dann die Ultima Ratio sein, die Frau Dyckmans überhaupt für gerechtfertigt halten würde? Keine, richtig? Der Staat soll möglichst so wenig tun, daß drogenabhängige Menschen sich gerne auch mal in der Gosse ihren Druck setzen und verrecken, wie es gegenwärtig der Fall ist. Es können ja Privatiers diese Aufgaben übernehmen, aber um Himmels Willen bloß nicht der Staat! Dann wird, dank Frau Dyckmans, ein Modellprojekt unter Umständen eingestellt, weil es ohne Staatshilfe nicht mehr finanzierbar ist, auch wenn es sinnvoll wäre. Der Freiheit wegen. Tut mir leid, aber wenn ein Mensch so denkt und gleichzeitig als "herzig" beschrieben wird, dann paßt das für mich so gar nicht zusammen. Vielen Dank, liebe Bundesregierung!

Empfehlen
Thorsten  Krach

Wenn "mütterliche Aura" realistischer Drogenpolitik im Wege steht.

„Druck-Checking ist aus der Sicht der Bundesregierung keine geeignete Maßnahme des Gesundheitsschutzes“, sagte Frau Dyckmans und meint das wahrscheinlich völlig ernst, während sie sich und andere in ihrer eigenen "mütterlichen Aura" badet. Druck-Checking (Drug-Checking) ist eine unmittelbare Maßnahme, um Drogenbenutzer darüber aufzuklären, ob die Droge, die sie konsumieren wollen, "sauber" ist und wie hoch sie konzentriert ist. Drug-Checking hat sicher schon sehr vielen Menschen - Drogenkonsumenten sind übrigens auch Menschen - das Leben gerettet. Die Idee, die von der "mütterlichen"Frau Dyckmans vertreten wird, entspricht der katholischen Idee, Präservative in Drittweltländern mit einer hohen AIDS-Rate zu verbieten, weil Sex zu haben,der nicht der Fortpflanzung dient, Sünde sei.
Ein Fortschritt - z.B. Entkriminalisierung von THC-Usern- in der Drogenpolitik ist von Frau D., die auch noch über "Lebenserfahrung" verfügt, "ohne jemals illegale Drogen genommen zu haben", nicht zu erwarten.

Empfehlen
Michael Meier
Michael Meier (never1) - 15.10.2012 12:19 Uhr

wie....

...eine authentisch wirkende Politikerin? Aus der FDP? Wenn sie nicht auißpasst, ist sie bald Ministerin oder Vizekanzlerin. ABer im Ernst... Meines Erachtens recht wohltuend, eine lebenserfahrene, hier eher unprätentiös geschilderte Frau in der Politik...

Empfehlen
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1976, Redakteurin in der Wirtschaft.

Jüngste Beiträge