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Marianne Waldmann-Laue Hautnah dabei

 ·  Was darf in die Créme und was nicht? Um die Gefahr von Kontaktallergien auszuschließen, prüft Marianne Waldmann-Laue für Henkel alle neuen Wirkstoffe.

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Die Haut ist das größte, schwerste und vielseitigste Organ des Menschen. Sie schützt den Rest unseres Körpers unter anderem vor Krankheitserregern, übermäßigem Wärmeverlust, UV-Strahlung und repariert sich in den meisten Schadensfällen sogar selbst. Auf manche Kontakte reagiert aber auch unsere Haut allergisch. Patienten etwa, die unter der sogenannten Nickelkrätze leiden, klagen oft schon über unangenehme Rötungen, Bläschen und Schwellungen, kurz nachdem sie Schmuck angelegt oder sich Brillen auf die Nase gesetzt haben, die das Metall enthalten.

Für die Hersteller von Kosmetikartikeln wäre es schlichtweg ein Albtraum, würde eine solche Kontaktallergie durch eines ihrer Produkte hervorgerufen. Um dieser Gefahr aus dem Weg zu gehen, hat der Düsseldorfer Henkel-Konzern Mitarbeiter wie Marianne Waldmann-Laue. Die 50 Jahre alte Chemikerin und ihre acht Mitarbeiter sitzen an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung, Produktion, Marketing und Vertrieb. Der Großteil ihrer Arbeit besteht darin, neue Produkte auf ihre Allergieverträglichkeit zu testen. Waldmann-Laue prüft vor allem jene Substanzen, die sie auf ihrer Liste der potentiell allergieauslösenden Stoffe hat. " Meistens werden Allergien von Konservierungsmitteln oder Parfumstoffen ausgelöst", sagt die Wissenschaftlerin. Neue Hautcremes werden deshalb über mehrere Monate an Allergikern getestet. Erst bei entsprechend positiven Ergebnissen erhalten die Wirkstoffe das Unbedenklichkeitssiegel, damit sie in der Produktion verarbeitet werden dürfen.

Als sie vor 15 Jahren mit ihrer Arbeit begann, spielten Allergien noch keine so große Rolle, erinnert sich Waldmann-Laue. "Das Thema hat stark an Bedeutung gewonnen." Die kosmetische Produktentwicklung von Henkel verfolgt vor allem einen Ansatz: "Wir versuchen, die Natur nachzuahmen." Das heißt, es werden in erster Linie Wirkstoffe wie etwa das Eiweiß Kollagen verwendet, die in der Haut ohnehin vorkommen. Damit sinkt die Gefahr einer Unverträglichkeit erheblich.

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