Home
http://www.faz.net/-gyl-141d7
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Marianne Waldmann-Laue Hautnah dabei

Was darf in die Créme und was nicht? Um die Gefahr von Kontaktallergien auszuschließen, prüft Marianne Waldmann-Laue für Henkel alle neuen Wirkstoffe.

© Edgar Schoepal Vergrößern Marianne Waldmann-Laue

Die Haut ist das größte, schwerste und vielseitigste Organ des Menschen. Sie schützt den Rest unseres Körpers unter anderem vor Krankheitserregern, übermäßigem Wärmeverlust, UV-Strahlung und repariert sich in den meisten Schadensfällen sogar selbst. Auf manche Kontakte reagiert aber auch unsere Haut allergisch. Patienten etwa, die unter der sogenannten Nickelkrätze leiden, klagen oft schon über unangenehme Rötungen, Bläschen und Schwellungen, kurz nachdem sie Schmuck angelegt oder sich Brillen auf die Nase gesetzt haben, die das Metall enthalten.

Für die Hersteller von Kosmetikartikeln wäre es schlichtweg ein Albtraum, würde eine solche Kontaktallergie durch eines ihrer Produkte hervorgerufen. Um dieser Gefahr aus dem Weg zu gehen, hat der Düsseldorfer Henkel-Konzern Mitarbeiter wie Marianne Waldmann-Laue. Die 50 Jahre alte Chemikerin und ihre acht Mitarbeiter sitzen an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung, Produktion, Marketing und Vertrieb. Der Großteil ihrer Arbeit besteht darin, neue Produkte auf ihre Allergieverträglichkeit zu testen. Waldmann-Laue prüft vor allem jene Substanzen, die sie auf ihrer Liste der potentiell allergieauslösenden Stoffe hat. " Meistens werden Allergien von Konservierungsmitteln oder Parfumstoffen ausgelöst", sagt die Wissenschaftlerin. Neue Hautcremes werden deshalb über mehrere Monate an Allergikern getestet. Erst bei entsprechend positiven Ergebnissen erhalten die Wirkstoffe das Unbedenklichkeitssiegel, damit sie in der Produktion verarbeitet werden dürfen.

Als sie vor 15 Jahren mit ihrer Arbeit begann, spielten Allergien noch keine so große Rolle, erinnert sich Waldmann-Laue. "Das Thema hat stark an Bedeutung gewonnen." Die kosmetische Produktentwicklung von Henkel verfolgt vor allem einen Ansatz: "Wir versuchen, die Natur nachzuahmen." Das heißt, es werden in erster Linie Wirkstoffe wie etwa das Eiweiß Kollagen verwendet, die in der Haut ohnehin vorkommen. Damit sinkt die Gefahr einer Unverträglichkeit erheblich.

Quelle: svs.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Sagen Sie mal, Frau Doktor Was hilft gegen Husten und Schnupfen?

Hilft das Hausmittel wirklich? Kann ich dem Gesundheitstipp meiner Nachbarin trauen? Ärztin Christina Stefanescu antwortet auf Fragen, die Sie schon immer mal stellen wollten – ganz ohne Termin. Heute: was gegen Schnupfen und andere Wehwehchen hilft. Mehr

23.10.2014, 15:59 Uhr | Stil
Urlaubsüberraschung aus Bali Spinne unter der Haut

Ein Souvenir der besonderen Art hat sich der Australier Dylan Maxwell aus Bali mitgebracht: Ein Spinne hatte sich durch eine Wunde unter seine Haut gebohrt und dort drei Tage lang entlang gegraben. Mehr

17.10.2014, 13:00 Uhr | Gesellschaft
Gedicht, Interpretation, Lesung Vollkommenheit von William Carlos Williams

Der herrlich verfaulte Apfel: Ein scheinbar dahingesummtes Gedicht über Schönheit und einen gelungen Moment. William Carlos Williams in der Frankfurter Anthologie. Mehr Von Dirk von Petersdorff

17.10.2014, 15:52 Uhr | Feuilleton
Luxus-Schnäppchen von Dior oder Chanel

Eine echte Handtasche von Dior oder Chanel: Um sich den Luxus leisten zu können, durchforsten manche Frauen regelmäßig Internetseiten, die auf gebrauchte Haut-Couture-Markenartikel spezialisiert sind. In Frankreich wird das immer beliebter; für die Händler ist es ein lukratives Geschäft. Mehr

25.09.2014, 11:05 Uhr | Wirtschaft
Kompostierbare Pappe Ein Kaffeebecher gegen 200 Milliarden Becher Müll

Milliarden Pappbecher landen jedes Jahr in der Mülltonne und können nur aufwendig recycelt werden. Der kompostierbare Pappbecher soll Rettung bringen - und den beliebten Kaffee zum Mitnehmen umweltfreundlicher machen. Mehr Von Lukas Weber

14.10.2014, 10:25 Uhr | Technik-Motor
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 19.10.2009, 13:20 Uhr

Stellensuche
Was
Wo