17.10.2006 · Seit 1994 Spieletester, Arbeit oft bis in die Abend- und Nachtstunden. Pizza und Cola habe ich auch neben mir stehen, ganz klischeehaft. Aber ich muß auch blöde Spiele spielen. Es geht hier nicht nur um Spaß.
„Ich habe 1994 als Spieletester angefangen. Ich war damals Schüler, frische 18 Jahre alt. Bei einer Geburtstagsfeier behauptete einer der Gäste: ,Videospiele sind der Untergang des Abendlandes.' Ich habe vehement mein Hobby verteidigt. Eine Gründerin der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hörte mich, und so wurde ich Tester der ersten Stunde.
Ich habe später ein Praktikum bei Nintendo gemacht und Medieninformatik studiert. Seit drei Jahren arbeite ich fest in der USK, zusammen mit vier nebenberuflichen Sichtern. In der Woche spiele ich zwischen zwei und vier Titel. Bei mir landen die schweren und großen Brocken. Die meisten spiele ich bis zum Ende durch, außer vielleicht Schach- und Sportspiele.
Die Tests gehen oft bis in die Abend- und Nachtstunden, Pizza und Cola habe ich auch neben mir stehen, ganz klischeehaft. Aber ich muß auch blöde Spiele spielen. Es geht hier nicht nur um Spaß. Ich muß schnell und effizient arbeiten. Besonders wichtig ist die Verschwiegenheit. Ich darf auch mit meinem besten Freund nicht darüber reden, was ich gerade spiele. Über 8000 Spiele habe ich getestet. Für meine private Sammlung bleibt wenig Zeit: Zu Hause habe ich etwa 600 Titel.“