17.10.2006 · Nach einem Gaststudium an der Filmhochschule in Potsdam habe ich an Filmen wie ,Käpt'n Blaubär' und ,Der kleine Eisbär' gearbeitet. Als sich die Spielebranche zu emanzipieren begann, bin ich dazugestoßen.
„Eigentlich war ich in der Filmbranche unterwegs. Nach einem Gaststudium an der Filmhochschule in Potsdam habe ich an Filmen wie ,Käpt'n Blaubär' und ,Der kleine Eisbär' gearbeitet. Als sich die Spielebranche zu emanzipieren begann, bin ich dazugestoßen.
In den vergangen vier, fünf Jahren sind die Anforderungen dort wesentlich höher geworden. Früher gab es einen Grafiker und einen Programmierer, und fertig war das Spiel. An ,Paraworld' waren über 80 Leute beteiligt. Zudem stehen heute Geschichten hinter den Spielen. Man kann sein Herzblut hineinstecken. Die vergangenen vier Jahre habe ich an ,Paraworld' gearbeitet. Ich war an der Drehbuchentwicklung und den Sprachaufnahmen beteiligt und habe zusammen mit einem Team von fünf Leuten 3500 Animationen erstellt.
Jeder Dinosaurier hat 20 bis 30 Einzelanimationen wie Laufen, Fressen, Sterben. Bei den Computerspielen besteht der gleiche Anspruch wie bei Filmen: ,Paraworld' hatte 326 Seiten Drehbuch, und die Produktionskosten beliefen sich auf rund acht Millionen Euro. Der Unterschied ist, daß die Filmbranche fester strukturiert ist. Bei den Computerspielen kann man dafür viel mehr Einfluß nehmen.“