24.12.2012 · Rund 1,3 Millionen Menschen arbeiten für die Kirche - zu deren Regeln. Wo die kirchliche Heirat zum Einstellungskriterium wird, haben Gewerkschaften nur wenig zu melden.
Von Lena Schipper und Corinna BudrasRichtlinien für Lesermeinungen
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Wie sieht das bei den Parteiorganisationen aus?
Müssen die Menschen, die bei den Partei- und Gewerkschaftsorganisationen arbeiten, nicht ebenfalls in der entsprechenden Organisation sein. Ich kann mir nicht vorstellen, das ein CDU-Mitglied in einer SPD-Organisation beschäftigt wird.
was die Kirchen in unserem Land sich nicht alles erdreisten. Nicht genug dass schon der Staat als Inkassoeintreiber für die Kirchensteuer herhalten muss, selbst geltendes Arbeitsrecht scheint diesen Herren der Kirche gleichgültig zu sein. Zehntausende sollten täglich aus diesem Verein austreten, damit endlich diese mittelalterliche patriarchalisch diktatotrische Instutition zugrunde geht!
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.12.2012 20:16 UhrAntwort galt Herrn Kunz
Weil die Forum-Funktionen hier bei FAZ eher eingeschänkt sind, kann
man nicht klar erkennen wem ich geantwortet habe.
Unter falscher Logik meine ich die leidenschaftliche pro-katholische
Tirade von Herrn Kunz. Mit Herrn Raedle's ursprunglicher Botschaft bin
ich dagegen 100% einverstanden.
Falsche Logik
Glauben Sie wirklich, daß alle, die für kirchliche
Einrichtungen arbeiten, tatsächlich gläubige Christen sind und
über den Zwang zur "christlicher Bekenntnis" auch
glücklich sind?
In den medizinischen Berufen ist es manchmal gar nicht möglich eine
Ausbildungsstelle zu bekommen, ohne einer der Kirchen anzugehören
und brav für Herrn Ratzinger's Papstmobil Steuer zu zahlen. Deshalb
bleiben viele säkular gesinnte Menschen in der Kirche. Des Zwangs
und Monopol wegen - NICHT aus Überzeugungen.
Diese Firma - die ah soooo heilige katholische Kirche - soll dort
bleiben, wo sie hingehört - in den explizit religiösen
Einrichtungen. Alles andere muss endlich säkularisiert werden, um
transparente und gerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Herr Ratzinger
wird zwar weniger Steuergelder aus der Heimat bekommen, aber wen soll es
noch kümmern?
Bekenntnis noch gefragt !!
Im Unterschied zur allgemeinen prinzipiellen Prinzipienlosigkeit
erwartet meine Katholische Kirche doch tatsächlich dasselbe wie
jede (!) andere Firma in der freien Wirtschaft und wie der Staat selbst:
Nämlich dass diejenigen, welche dort arbeiten w o l l e n ,
zumindest die grundlegenden Prinzipien dieser "Firma"
anerkennen und nicht dagegen verstoßen!
So einfach ist das!
Herrlich und befriedigend finde ich, dass genau dies manche
selbsgerechten Eiferer so aufregt!
Ihnen sei ihre Entrüstung von Herzen gegönnt, führt sie
doch zu einer gesteigerten Selbstwahrnehmung. Man fühlt sich dann
nicht mehr ganz so unbedeutend!
Ihnen sei mit Karl Kraus versichert: "Was nicht trifft - trifft
auch nicht zu!"