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Karrieresprung Info-Dschungel Studium: Was tun nach dem Abi?

22.03.2002 ·  Immer noch starten viele Abiturienten mit falschen Erwartungen in Studium, Ausbildung und Beruf. Das Resultat: 70.000 Studienabbrecher im Jahr.

Von Constanze Hacke
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Das Abitur ist geschafft - aber was kommt nun? Bei mehr als 9.000 Studiengängen und 350 Ausbildungsberufen ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten und sich für einen Einstieg ins Berufsleben zu entscheiden. Mit welchem Job mache ich Karriere? Brauche ich Fremdsprachen im Beruf? Sind technische Berufe out?

Abiturienten haben inzwischen die Qual der Wahl, und zwar nicht nur zwischen Ausbildung und Studium: Gerade an den Hochschulen hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. So kann man seit 1998 in Deutschland sein Studium nach angelsächsischem Vorbild auch mit einem Bachelor oder einem Master abschließen. Der Vorteil: Der Student ist schon nach drei Jahren mit dem Bachelor fertig und kann sich dann immer noch überlegen, ob er sich mit einem Master-Studiengang weiter spezialisieren will. Der Aufbaustudiengang dauert dann meist nochmals zwei Jahre.

Nah am Berufsleben

Ganz nah am Berufsleben ist der so genannte duale Studiengang, also Studienabschluss und Berufsausbildung in einem, zum Beispiel ein Fachhochschulstudium der Wirtschaftsinformatik kombiniert mit einer IHK-Ausbildung zum Fachinformatiker.

Auch internationale Studiengänge nehmen an Zahl stark zu: Private Hochschulen bieten beispielsweise die Möglichkeit, ein Doppeldiplom zu erlangen - einen Teil hier studieren und den anderen Teil des Studiums an der ausländischen Partneruniversität absolvieren. Der Knackpunkt liegt bei den privaten Hochschulen vor allem aber bei den Kosten: So sind z. B. an der privaten Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach monatliche Studiengebühren von 500 bis 650 Euro fällig.

Zusatzqualifikationen zählen

Aber wie nun den richtigen Weg finden? Glaubt man den Statistikern, sind Eltern, Betriebspraktika und Berufsberatung bei Jugendlichen immer noch die drei wichtigsten Ratgeber in Sachen Berufs- und damit auch Studienfachwahl. Und Achim Hopbach von der Hochschulrektorenkonferenz weist auf seine Erfahrungen mit Arbeitgebern hin: „Nicht das Fach zählt, sondern Zusatzqualifikationen wie EDV- und Softwarekenntnisse, Fremdsprachen und die Fähigkeit zur Präsentation."

Wer sich für einen Studiengang entscheide, der stark auf solche zusätzlichen Qualifikationen ausgerichtet sei, habe einen entscheidenden Startvorteil. Hopbach ist der Ansicht, dass sich jedes Studium lohnt: „Die Arbeitslosigkeit der Hochschulabsolventen liegt bei 3,5 Prozent und die späteren Verdienstmöglichkeiten bei 2.250 Euro im Monat." Netto, versteht sich.

Universitäten werben mit Freizeitangeboten

Aber längst sind offenbar nicht allein nur die Fächer für die Studierenden interessant: Die Universität Köln oder auch die Uni Dortmund werben in bunten Hochglanz-Broschüren mit "attraktiven Wohnmöglichkeiten rund um die Uni" oder dem Freizeitangebot von "Kabaretts, Parks und Theatern" bis "Fußball, Squash und Trekking-Touren". Wer auch auf ein solches Angebot Wert legt, sollte sich am besten bei den Hochschulen direkt informieren.

Eine Auskunft über alle in Deutschland möglichen Studienfächer gibt der Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz (www.hochschulkompass.de) oder auch die Info-Seite des Bundesbildungsministeriums (www.studienwahl.de). Und außerdem gibt s ja noch die nächste Abiturienten-Messe: "Einstieg Abi" am 13. und 14. September in Berlin.

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