08.10.2006 · Eine Romanistin als Consultant: Geschichte, Germanistik und Romanistik hat sie studiert, heute berät sie weltweit Pharmakonzerne, vor allem im Marketing und im Vertrieb.
„Studiert habe ich Geschichte, Germanistik und Romanistik. Heute berate ich weltweit Pharmakonzerne, vor allem im Marketing und im Vertrieb. Eigentlich wollte ich in den diplomatischen Dienst gehen. Dann war ich durch die Studienstiftung des deutschen Volkes auf die Möglichkeit aufmerksam geworden, als Nicht-Wirtschaftswissenschaftler in der Beratung arbeiten zu können. Ich entschied mich für ein Praktikum.
Danach war klar, daß ich diese Tätigkeit dem Staatsdienst vorziehen würde. Oft werde ich gefragt, welche Inhalte meines Studiums ich heute noch nutzen kann. Das ist die falsche Frage: Denn in die Beratung ging ich, um Neues zu lernen. Das geht meinen Kollegen genauso. Die Hälfte sind Exoten, also keine Wirtschaftswissenschaftler. Und selbst die BWLer müssen sich Branchenwissen erarbeiten. Was zählt, sind methodische und analytische Fähigkeiten, die man in jedem Studium erwerben kann. Wer als Geisteswissenschaftler hier tätig sein will, sollte exzellente akademische Leistungen und praktische Erfahrungen in der Wirtschaft mitbringen. Außerdem sollte man wissen, daß man sich in einem viel stärker leistungsorientierten Umfeld bewegt, als man es in den Geisteswissenschaften im allgemeinen vorfindet. Könnte ich mich heute noch einmal entscheiden, würde ich eher eine Fächerkombination mit VWL oder BWL wählen.“