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Sonntag, 19. Februar 2012
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Jan Hildisch Vom Mechaniker zum Musikschulleiter

21.03.2007 ·  „Im Studentenalltag waren wir bunte Vögel“, sagt Jan Hildisch, der in seinem Leben mehr als einen Neuanfang gewagt hat.

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Jan Hildisch hat bewegte Zeiten hinter sich. Der Greifswalder hat die Flucht aus der DDR riskiert und in Lüneburg einen Neuanfang gewagt. Er hat den Fall der Mauer erlebt, die Zeit der Wende und einige berufliche Wechsel bestanden. Heute gehört ihm die größte private Musikschule in Berlin. Als 18-Jähriger steht er mit einem Rucksack und Notgroschen an der deutschen Botschaft in Budapest.

Bestes Lehrzeugnis in Niedersachsen

Über Deggendorf gelangt der Abiturient aus Vorpommern zu seinem Großvater nach Lüneburg. Hier sortiert der Sohn eines Zahnarztes sein Leben neu. Nach einer Woche erhält er einen Ausbildungsplatz als Kfz-Mechaniker. Er ist glücklich. Für den Autonarr erfüllt sich ein Kindheitstraum, und er hält das beste Lehrzeugnis von ganz Niedersachsen in der Hand.

Modenschauen mit 2000 Zuschauern

Dann schreibt er sich für das Studium der Politischen Wissenschaften an der Freien Universität Berlin ein. Mit einem Freund kommt er auf die ehrgeizige Idee, Grundstücke zu kaufen und Häuser zu bauen. Das Geschäft floriert. „Im Studentenalltag waren wir bunte Vögel.“ In Berlin organisiert er Modenschauen, oft mit 2000 Zuschauern.

Das Studium lässt er sausen, steckt „schon zu tief im Berufsleben“. So tief, dass er in Pankow eine private Musikschule übernimmt und sich dem Franchise-System von Yamaha anschließt. Es gibt Tiefschläge, seine Ehe zerbricht, „privat und finanziell ein Desaster“. Heute besitzt er zwei Schulen. Und neu verliebt ist er auch.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 18.03.2007, Nr. 11 / Seite V17
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