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Hochschule plus Ausbildung Ein duales Studium gegen den Fachkräftemangel

 ·  In Baden-Württemberg sind schon 10 Prozent aller Studienplätze dual, im übrigen Land erst knapp 2 Prozent. Überall wächst diese Studienform rasant. Vor allem Mittelständler freuen sich darüber.

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 19.07.2012 11:37 Uhr

Dual daheim bei Mammi, aber kein Studium

Hier verkommt das Studium zur reinen Vermittlung von Fachwissen. Es gibt Modelle mit ca. 20 Anwesenheitstagen / Jahr an der Uni.
Fachwissen kann ich mein ganzes Leben lernen, dafür muss kaum einer studieren. Selbständige Lebensplanung, EIngewöhnen an neue Verhältnisse außerhalb des Hotel Mamma, neue Freunde, Kennenlernen anderer Fakultäten usw fällt alles flach.
Wer einen akademisch angehauchten Mode-Lehrberuf ausüben will, macht das duale Studium. Wer die wichtigen fachübergreifenden, persönlichkeits- und geistesbildenden Werte schätzt, verläßt Mutti, jobbt, trinkt, feiert, reist, diskutiert, liest und macht persönliche Erfahrungen außerhalb des Klassenzimmers.
Aber lieber sicher an der dualen Kandare als unsicher im freieren Studium.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.07.2012 12:37 Uhr
Jörn Rode

Ich habe beide Sachen erlebt Studium

(mehrere Semster nicht nur eines) und ein Studium an der damaligen Berufsakademie. Mehr Lebensplanung wie an einer Dualen Hochschule, kann man an eine Uni nicht lernen, im Gegenteil. An der Uni lernt man wie man vergisst und leider auch einige wie man versagt (hab genug gesehen davon). Wenige der Studenten an den Dualen Hochschulen wohnen bei Hotel Mama, eher im Gegenteil, da die Dualen Hochschulen noch nicht so verbreitet sind wie "normale" Unis, leben Studenten aus ganz Deutschland in einer Stadt, machen dort Ihre Parties leben Ihr Studentenleben, ob in ner WG oder auch nur in ner eigenen Wohnung. "Freies Studium" da werden die sogenannten Fachidioten geboren, daher haben die größten Unternehmen in Ba-Wü vor über 30 Jahren die Dualen Hochschulen gegründet mit ERFOLG !!! Alleine der Diversität halber.

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gerd hodina
gerd hodina (hodger) - 19.07.2012 11:31 Uhr

Warum wohl?

Das Konzept hat sicher einige Vorteile. Leider liegt aber in der unternehmerischen Praxis immer wieder einiges im Argen. Längst nicht alle "Mittelständler" haben eine entsprechende Personalentwicklung oder ein "internes" klares Konzept zur Umsetzung der praktischen Ausbildung und der Kommunikation mit den "Dualen Azubis". Diese werden häufig genug - je nach Bedarf - in die Abteilungen gesteckt, in denen Bedarf durch Abwesenheiten oder Auftragsspitzen herrscht. Projektarbeiten? Oft genug Fehlanzeige. Statt dessen Einsätze auch an Wochenenden auf Messen oder Ausstellungen - als "billiges Standpersonal". Warum verlassen viele von den Absolventen das ausbildende Unternehmen - weil sie die "intern übliche" Praxis kennen und dann endlich die (Arbeits)-Welt draussen kennen und schätzen lernen möchten. Wie meint die Unternehmerin in Ihrer letzten Aussage:...."diese Mitarbeiter sollte man verkaufen wie Profis...." genau hier fällt die Maske ab - Menschen sind keine Ware.

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Jahrgang 1966, Redakteurin in der Wirtschaft

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