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Sonntag, 19. Februar 2012
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Henry Haaker „Vorbereitung auf den Traumjob“

10.12.2007 ·  Die Hertie School war eine der drei Hochschulen, bei der ich angenommen wurde. Die Professoren hier zeigen einen Grad an Offenheit, den ich an keiner anderen Uni kennen gelernt habe.

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Schon während meines Studiums der Philosophie und Germanistik - an der Humboldt-Universität in Berlin, an der Sorbonne in Paris und an der Washington University in St Louis - habe ich viel im politischen und zivilgesellschaftlichen Bereich gearbeitet, beispielsweise zwei Jahre im Bundestag. Dort sehe ich auch meine Zukunft. Durch Praktika und Studentenjobs habe ich erkannt, dass mir noch einige konkrete Fähigkeiten und Kenntnisse fehlen, mich für diesen Arbeitsmarkt interessant zu machen.

Ich hatte keine Lust auf reine Jura oder VWL/BWL und habe ich mich schnell für einen „Master in Public Policy“ entschieden, in dem man interdisziplinär auf die Arbeit in Ministerien, internationalen Organisation oder Nichtregierungsorganisationen (NGO) vorbereitet wird. Die Hertie School of Governance war eine der drei Hochschulen, bei der ich angenommen wurde, und ich habe mich nach einigem Zögern für die kleine und noch relativ unbekannte Alternative zum College of Europe in Brügge (Belgien) und Natolin (Polen) und der Columbia University in New York entschieden.

Meine Erwartungen wurden übererfüllt. Ich arbeite hier mit erstklassigen internationalen Professoren und Professionals und multidisziplinären, internationalen und hoch engagierten Studenten in kleinen Klassen an konkreten Policy-Problemen. Die Hochschulleitung und die Professoren zeigen einen Grad an Offenheit, Unterstützung und Teamwork, den ich an keiner anderen Uni kennen gelernt habe. Theoretisches steht als Werkzeug im Hintergrund und wir werden praktisch auf unsere zukünftigen Traumjobs vorbereitet, indem uns „soft skills“-Seminare (von Rethorik über Leadership bis zu Projektmanagement) zusätzlich zu ohnehin schon sehr praxisorientierten Kursen angeboten werden. Ich bin sicher, die Hertie School professioneller zu verlassen als ich sie betreten habe, ausgestattet mit Fähigkeiten, die meinen geisteswissenschaftlichen Hintergrund wunderbar ergänzen.

Auf jeden Fall werde ich nach meinem Studium in einer internationalen Organisation arbeiten, die sich mit „cross cutting“-Themen beschäftigt. Dazu wurde ich hier als Generalist ausgebildet, mit einer Fokussierung auf internationale Politik und Sozialpolitik. Meine Abschlussarbeit schreibe ich in Kooperation mit der OECD über die Arbeitsmarktintegration von Kindern von Immigranten. Eine Organisation im UN- oder EU-Apparat wäre sicher ein idealer Arbeitgeber, aber ein kleiner Think Tank oder eine NGO in spannenden Themenbereichen würde mich auch sehr reizen. Mit anderen Worten: Ich bin noch nicht festgelegt und neugierig weiter zu lernen.

Henry Haaker ist 28 Jahre alt und studiert an der Hertie School of Governance in Berlin.

Quelle: F.A.Z.
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