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Freiberuflicher Butler „Man wird zum Teil der Familie“

27.02.2007 ·  Einmal bekam ich einen Scheck über 90.000 Euro und musste einen Porsche abholen. Als Butler macht man alles, was auch im privaten Leben anfällt, nur in anderen Dimensionen.

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„Ich habe eine Ausbildung als Hotelfachmann gemacht und bin dann auf einem Schiff als Steward und in der Hotellerie tätig gewesen. Das war eine gute Basis für die Arbeit als Butler, denn die Arbeit ist vergleichbar mit der eines Hotelmanagers, nur dass der Butler einen Haushalt organisiert.

Eines Tages habe ich mich auf eine Anzeige gemeldet, in der ein Butler gesucht wurde. Daraus wurde nichts, aber ich bin bei einer Agentur registriert gewesen, und so habe ich schließlich meine erste Anstellung als Butler bekommen. Als Erstes habe ich bei einem Industriellen in Bayern und in Südfrankreich gearbeitet, es folgten ein älteres Ehepaar in Hamburg sowie ein englischer Lord in Monaco und London. Zur Perfektion habe ich noch acht Wochen die International Butler Academy in den Niederlanden besucht. Ich bin jetzt diplomierter Butler. Mal arbeite ich für ein Wochenende, dann wieder für mehrere Wochen und dann habe ich etwas Leerlauf. Reizvoll finde ich die Abwechslung.

Von persönlicher Betreuung, dem Servieren von Speisen über die Tätigkeiten als Personal Assistent und Concierge bis hin zu Aufgaben, die man sich kaum vorstellen kann. Einmal bekam ich einen Scheck über 90000 Euro und musste einen Porsche abholen. Als Butler macht man alles, was auch im privaten Leben anfällt, nur in anderen Dimensionen. Das bringt natürlich eine angenehme Arbeitsumgebung mit sich. Aber die Chemie muss stimmen. Man ist schließlich wie ein Teil der Familie.“

Axel Köhler, 38

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 25.02.2007, Nr. 8 / Seite V15
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