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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Fachkräftemangel Schavan wirbt um spanische Auszubildende

 ·  In Spanien ist die Jugendarbeitslosigkeit dramatisch hoch, in Deutschland droht ein Fachkräftemangel. Das passt doch gut zusammen, dachte sich Bundesbildungsministerin Schavan - und warb um Auszubildende aus Südeuropa.

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Mit Auszubildenden aus Spanien will Bundesbildungsministerin Annette Schavan auch den Fachkräftemangel in Deutschland abmildern. Die jungen Iberer, die in ihrer Heimat unter einer dramatisch hohen Jugendarbeitslosigkeit von mehr als 50 Prozent leiden, sollen ihre Chance in der Bundesrepublik suchen können. „Damit können wir unseren Fachkräftebedarf ein bisschen besser decken“, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“.

Schavan trifft sich in Stuttgart zu einer Konferenz mit ihrem Amtskollegen José Ignacio Wert Ortega. Ziel sei auch, in Spanien eine duale Berufsausbildung einzuführen, sagte Schavan. Mit rund 50 Experten und Vertretern von Unternehmen, die in beiden Ländern aktiv sind, solle unter anderem geklärt werden, wie viele spanische Jugendliche in Deutschland ausgebildet werden können.

Viele junge Südeuropäer hegen Auswanderungspläne

Unter den Studenten spielen ohnehin schon viele Südeuropäer mit dem Gedanken, nach Deutschland auszuwandern. In Griechenland sagt mehr als jeder zweite Absolvent eines technischen Studiengangs, dass er sich nach einer Stelle im Ausland umsehen will. In Spanien und Portugal hegen jeweils mehr als 40 Prozent solche Pläne, in Italien sind es 37 Prozent. Das geht aus der größten Absolventenbefragung Europas hervor, die das Berliner Trendence-Institut jüngst veröffentlicht hat. Mehr als 340.000 Absolventen von Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften an rund 950 Hochschulen nahmen teil.

Während eines Madridbesuches im Februar hatte auch schon die Bundeskanzlerin Standortmarketing für Deutschland betrieben. Qualifizierte junge Leute würden am deutschen Arbeitsmarkt mit offenen Armen empfangen, hatte Angela Merkel damals gesagt. Das Echo in Spanien war Anfang des Jahres riesig ausgefallen. Kein Wunder: Das Ende des Immobilienbooms und der Niedergang der Bauwirtschaft haben jungen Leute den Zugang zum Arbeitsmarkt nochmals erschwert.

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