17.06.2012 · Unternehmen brauchen zunehmend Fachkräfte. Bislang vernachlässigte Gruppen werden mobilisiert. Das Arbeitsrecht macht jetzt schon viel möglich.
Von Corinna BudrasRichtlinien für Lesermeinungen
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Wir haben keine Fachkräftemangel, wir haben schlechte Löhne! Vor ca.30 J. sind bereits die ersten Fachkräfte ausgewandert wegen bessere Löhne. Ich würde auch gerne in Schweiz Arbeiten und in Polen u.a. wohnen. Ausländische Fachkräfte wollen gerne hier Geld verdienen, aber nicht wohnen weil DE wie ein Dorf ist!
Nein, ich kanns nicht mehr hören!
So, der Sommer ist wieder da, mit seinem Loch und diese Mähr wird wieder ausgepackt. Wieder mal wird die Sau durchs Dorf getrieben. Was ich als ältere, arbeitslose Fachkraft habe erleben, dulden und schlucken müssen geht auf keine Kuhhaut. Meinem Sohn als frischgebackener dreisprachiger Wi.Ingenieur auch!
"Arbeit wird es künftig im Übermaß geben - nur in
Zeiten geringer Geburtenraten bald niemanden mehr, der sie ausführt."
Da werden die Reallöhne in unserem Land ja kräftig steigen! Da
bin ich aber mal gespannt ....
Bitte lassen Sie das, Frau Budras,
was Sie hier schreiben, entbehrt in der Praxis jedweder Grundlage.
Wussten Sie, dass die Arbeitsagentur von "Mangel" spricht,
wenn weniger als 3 Bewerber auf eine offene Stelle kommen?
Was hier mit verschiedensten Ansätzen versucht wird, ist nichts
Anderes, als den Druck auf die Arbeitnehmer weiter aufrecht zu halten.
Da ist jede hirnverbrannte Option in der Diskussion.
Kein Unternehmen wird einen Arbeitnehmer jenseits der 65
beschäftigen. Nicht mal jenseits der 55, denn Krankheiten und
Fehltage machen den viel zu teuer.
Und kein Ausländer wird für 35.000 EURO nach Deutschland
kommen, wenn er erst mal registriert hat, wie hoch hier seine Steuern
und Abgaben und wie teuer seine Lebenshaltung (Energie und Mieten z. B.) sind...
Und ich wiederhole mich gerne: als Vater von 2 Söhnen im Alter von
21 und 18 Jahren mit Abitur bzw. auf dem Weg dahin vermag ich keinen
Mangel auf der Bewerberseite auszumachen. Jedenfalls dann nicht, wenn
man ein Gehalt oder eine Ausbildungsvergütung haben möchte.
Je angeblich verzweifelter eine Fachkraft gesucht wird...
...desto niedriger ist also das Mindestgehalt? Kann mir das ein Unternehmer bitte mal erklären?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.06.2012 17:30 UhrNein Frau Wunderlich...
...das kann Ihnen keiner und ein Unternehmer erst recht nicht!
Bei einem Fachkräfte Mangel steigen die Löhne
Aber es wird eher weniger bezahlt ...
Auch wird gerne ältere oder Quer Einsteiger aussortiert, am Besten
25 Jahre alt, 10 Jahre Berufserfahrung, bereit für die 72 Stunden
Woche und max 30.000 Euro im Jahr.
So sehen oft die gewünschten Fachkräfte aus.
Ab 40 Jahren zählt man zum alten Eisen.
Bei einem richtigen Fahrkräftemangel werben Unternehmen
Fachkräfte von anderen Firmen ab und zahlen höhere Löhne.
Derzeit sieht es aber nicht so aus
35000 € Jahresgehalt für einen Ingenieur?
Mich wundert der Fachkräftemangel nicht, wenn Fachkräfte nicht leistungsentsprechend bezahlt werden. Ein mehrjähriges Studium stellt eine risikoreiche Investition dar, die erst nach mehrjährigem Berufsleben amortisiert ist. Wenn ein Tarifmitarbeiter in der chemischen Industrie mehr verdient, als ein studierter Ingenieur, ohne Überstunden leisten zu müssen, ist es kein Wunder, dass keiner mehr Ingenieur werden will. Da ist es natürlich billiger, sich solche Leute aus dem Ausland zu holen. Schließlich will der Vorstand ja immer mehr verdienen und das Geld muss ja auch irgendwoher kommen.