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Fachkräftemangel : Nicht nur bei den Hochqualifizierten wird es eng

  • Aktualisiert am

Vor allem in Gesundheits- und Sozialberufen könnte die Personalsituation knapp werden. Bild: Cornelia Sick / F.A.Z.

Die Gesellschaft altert und die Hochqualifizierten werden knapp. Soweit so bekannt. Jetzt aber sagt eine neue Studie: Auch bei mittleren Qualifikationen drohen Engpässe.

          Die Deutschen werden immer weniger und sie werden immer älter. Dass dadurch für Unternehmen Probleme entstehen werden, hochqualifizierte Fachkräfte  zu gewinnen, ist schon länger bekannt. Jetzt allerdings sagt eine neue Studie: Nicht nur bei den Hochqualifizierten, sondern auch bei mittleren Qualifikationen drohen langfristig Engpässe.

          Die Studie wurde an diesem Mittwoch vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) veröffentlicht. Die Institute modellierten in einer gemeinsamen Projektion, wie sich Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt bis zum Jahr 2030 entwickeln könnten. Sie zeigt: Eine Berufsausbildung beispielsweise in den Gesundheits- und Sozialberufen eröffnet auch auf längere Sicht sehr gute Beschäftigungschancen.

          Keine Probleme im Bereich Verkehr, Lager und Transport

          Die Beschäftigungschancen werden sich aber auch zukünftig je nach Bereich deutlich unterscheiden. So werde es beispielsweise im Bereich Verkehr, Lager und Transport sowie bei Sicherheits- und Wachberufen insgesamt auch langfristig kaum zu größeren Engpässen kommen, erwarten die Arbeitsmarktforscher. Bei einzelnen Berufen in diesen Segmenten könne es aber trotzdem Bewerbermangel geben: Die der Studie zugrundeliegenden Simulationsrechnungen beziehen sich nur auf die Gesamtentwicklungen in größeren Bereichen, nicht auf einzelne Berufe.

          In einigen Bereichen, in denen der Arbeitskräftebedarf deutlich steigen wird, werden Ausgleichsprozesse längerfristige Engpässe verhindern. Bei vielen Tätigkeiten im Bereich Gastronomie oder im Reinigungsgewerbe beispielsweise handelt es sich um einen sogenannten Jedermann-Arbeitsmarkt: Gibt es hier Arbeitskräfteengpässe, kommen auch Bewerber ohne entsprechende Berufsausbildung in Frage.

          Quelle: FAZ.net

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