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Einstieg in den Handel „Schnell, direkt und offen“

 ·  Junge Akademiker haben in den letzten Jahren einen Bogen um den Handel gemacht. Heiko Hutmacher erzählt, wie er als Personalvorstand der Metro für sein Unternehmen wirbt.

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Herr Hutmacher, Sie haben Ihre Karriere bei IBM begonnen. Warum nicht im Handel?

Meine Wahl fiel damals auf IBM, da das Unternehmen für eine starke Förderung und Entwicklung seiner Mitarbeiter bekannt war - etwas, was der Handel damals noch nicht in diesem Umfang zu haben schien. Heute würde mir die Entscheidung sicher schwerer fallen.

Woran liegt es, dass junge Akademiker über Jahre hinweg eher einen Bogen um den Handel gemacht haben?

Ich sehe das nicht ganz so. Es gab und gibt doch eine große Zahl Akademiker im Handel. Das trifft insbesondere auch auf die Metro zu. Für viele Akademiker ist der Handel reizvoll, weil sie international arbeiten und zugleich viel bewegen können. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Nachwuchsführungskräfte Verantwortung für ein Geschäft von 50 bis 100 Millionen Euro übernehmen und ein Team von 200 bis 400 Mitarbeitern führen.

Wie gehen Sie auf Hochschulabsolventen zu?

Wir haben im letzten Herbst eine deutschlandweite Kampagne durchgeführt, um insbesondere Frauen von den Karrieremöglichkeiten im Handel zu überzeugen. Der unmittelbare persönliche Kontakt ist für Bewerber jedoch noch wichtiger. Deshalb setzen wir auch auf Unternehmensvorstellungen, beispielsweise in Universitäten.

Wie argumentiert Metro im Wettstreit um die besten Talente?

Wichtig ist, unsere Stärken als Arbeitgeber unter Beweis zu stellen: Eigenverantwortung, die frühe Übernahme von Personalführung sowie gute Aufstiegschancen. Kein anderes Unternehmen bietet derart herausragende Chancen für junge Führungskräfte, eine internationale Handelskarriere zu machen.

Die Politik macht Druck in Sachen Frauenquote.

Die Metro hat sich in einer Selbstverpflichtung zur weiteren Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen bekannt: 20 Prozent bis Ende 2013, 25 Prozent bis Ende 2015. Neben der Förderung unserer weiblichen Mitarbeiter wollen wir aber eine Unternehmenskultur schaffen, in der alle 280 000 Metro-Mitarbeiter ihre Potentiale entwickeln können.

Sie waren lange für IBM und Akzo Nobel tätig. Arbeitet es sich in der Handelsbranche anders?

Ich sehe nicht so viele grundsätzliche Unterschiede. Eine besonders spannende Seite des Handels ist jedoch, dass der Kontakt zum Kunden so unmittelbar ist - daher ist die Arbeitsweise schnell, direkt und offen

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Jahrgang 1955, Wirtschaftskorrespondentin in Düsseldorf.

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