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Duales System : Deutsche Ausbildung als Vorbild für Italien

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Praktische Ausbildung plus Berufsschule: Vielleicht auch ein Weg für Italien? Bild: ZB

Die Situation junger Italiener auf dem Arbeitsmarkt ist dramatisch. Jetzt sucht das Land nach Lösungen - und will sich das deutsche Ausbildungssystem abgucken.

          Die italienische Arbeitsministerin Elsa Fornero will künftig die deutsche Berufsausbildung zum Vorbild für Italien machen. Die dramatische Situation der jungen Italiener auf dem Arbeitsmarkt zeige sich daran, dass unter ihnen eine Arbeitslosenquote von 34 Prozent gemessen werde, aber auch am großen Abstand der Arbeitslosenquote für den gesamten Markt von 11 Prozent gegenüber derjenigen für junge Italiener.

          In ihrer Arbeitsmarktreform hat die Ministerin die Regeln für Auszubildende in Italien neu gefasst. Danach dürfen Betriebe neue Auszubildende einstellen, wenn sie davon in den Jahren zuvor mindestens die Hälfte übernommen haben. In Italien werden Arbeitsverträge für Auszubildende bisher meist als Methode der befristeten Einstellung von billigen Arbeitskräften angesehen.
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          Berufsbegleitende Schulen gibt es selten. Stattdessen werden jedes Jahr aus europäischen Geldern Berufsbildungskurse mit Hunderten Millionen Euro finanziert, doch sind diese weniger auf Qualifikation ausgerichtet als auf die Verteilung von Geld - einige hundert Euro im Monat für jeden Kursteilnehmer, viel mehr für die Organisatoren der Kurse. Nun sollen italienische Unternehmen mit Aktivitäten in Deutschland und deutsche mit Präsenz in Italien Pilotprojekte in Italien starten.

          Zuvor hatte bereits Spanien Spanien die duale Ausbildung für sich entdeckt. Im September hatte die Regierung in Madrid zusammen mit den Wirtschaftskammern bei den deutschen Kollegen um Unterstützung für den Aufbau eines dualen Systems in ihrem Land gebeten. Spanien leidet unter einer Jugendarbeitslosigkeitsquote von mehr als 50 Prozent.

          Quelle: F.A.Z.

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