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Dienstwagen : Spritsparend zur Arbeit

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Man fährt deutsch: Heimische Marken zählen zu den beliebtesten. Bild: dapd

Unternehmen achten bei der Auswahl von Dienstwagen verstärkt auf den Spritverbrauch und den Schadstoffausstoß der Autos. Die Marke ist nicht mehr so wichtig.

          Wenn es um die Auswahl von Dienstwagen geht, wächst in Deutschlands Unternehmen offenbar das Umweltbewusstsein. Knapp 70 Prozent der Unternehmen, die an einer entsprechenden Studie der Beratungsgesellschaft Aon Hewitt teilnahmen, haben ihre Richtlinien bereits mit Blick auf den CO2-Ausstoß angepasst oder wollen das demnächst tun. Bei einer entsprechenden Umfrage im Jahr 2010 lag der Anteil erst bei 33 Prozent.

          Inzwischen sind der Umfrage zufolge der Spritverbrauch und der Schadstoffausstoß im Auswahlverfahren wichtiger als die Automarke. Einzig die Kosten für das Fahrzeug fallen noch stärker ins Gewicht - sie stehen an erster Stelle der Kriterien.

          Ausnahmen für Führungskräfte

          „Die Obergrenzen für den Schadstoffausstoß der Fahrzeuge werden immer strikter“, sagt Marco Reiners, Leiter des entsprechenden Bereichs bei Aon Hewitt. „Dennoch gilt weiterhin: Je höher die Position im Unternehmen, desto mehr ist erlaubt.“ So kommt es, dass trotz der strengeren Regeln immer mehr SUVs in den Flotten zu finden sind.

          Elektro- oder Hybridautos gibt es in den Flotten dagegen kaum. Bisher machen diese Fahrzeuge der Studie zufolge nur ein Prozent aller Dienstwagen aus. Den Fuhrpark komplett umzustellen, käme für kein Unternehmen in Frage. Die Gründe sind stets die gleichen: die geringere Reichweite und die höheren Anschaffungskosten dieser Fahrzeuge, das Fehlen eines flächendeckenden Tankstellennetzes - und nicht zuletzt auch die geringe Akzeptanz bei den Mitarbeitern.

          Status oder Funktionalität

          Anspruch auf einen Dienstwagen haben in den meisten Unternehmen die Mitarbeiter vom mittleren Management an aufwärts. Das durchschnittliche Jahresgrundgehalt dafür liegt Aon Hewitt zufolge bei 70.000 Euro. Eine Ausnahme sind etwa Mitarbeiter im Vertrieb. Dort gibt es auch ohne Führungsverantwortung in den meisten Fällen einen Dienstwagen. Dann stehe aber die Funktionalität des Fahrzeugs im Vordergrund, wohingegen im Management primär der Status des Dienstwagenberechtigten widergespiegelt werden solle. 

          Die Übernahme der Tankkosten für die private Nutzung des Autos ist den Beratern zufolge fester Bestandteil der Vergütungspakete – zumindest, solange deutsche Tankstellen angefahren werden. Immer weniger Unternehmen zahlten hingegen auch den Kraftstoffverbrauch im Ausland, wenn jemand mit dem Dienstwagen in den Urlaub fährt.

          Quelle: loe./F.A.Z.

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