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Christina Schroeter-Herrel „Ich berate Bankkunden, die Kunst besitzen“

08.10.2006 ·  Kunstgeschichte für die Bank: „Ich hatte schon während meiner Promotion parallel bei einer Tochter der Deutschen Bank gearbeitet. Eigentlich war es nur ein Dreimonatsjob. Daraus wurden 10 Jahre.“

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„Ich studierte ganz traditionell Kunstgeschichte mit den Nebenfächern Archäologie und Germanistik. Schon während meines Studiums habe ich in Kunstsammlungen und bei Museumsführungen Praxiserfahrungen sammeln können - im Umgang mit Menschen wie auch der Aufbereitung von wissenschaftlichen Texten. Nach meiner Promotion schloß sich ein Volontariat im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt an. Dort habe ich Ausstellungen organisiert, Kataloge geschrieben und Besucher geführt.

Ich hatte schon während meiner Promotion parallel bei einer Tochter der Deutschen Bank gearbeitet. Eigentlich war es nur ein Dreimonatsjob. Daraus wurden 10 Jahre. Ich erfuhr, daß die Deutsche Bank für ihre Kunstberatung eine Leiterin suchte. Die Entscheidung für diese Arbeit habe ich nie bereut. Sie bietet den Kontakt mit interessanten Kunden und Kunstsammlern. Ich berate Kunden rund um ihren Kunstbesitz, mache Bewertungen, unterstütze bei der Ergänzung ihrer Sammlung. Auch im Zusammenhang mit Kunststiftungen und Auktionen bin ich tätig. Ich muß recherchieren und Experten zu Rat ziehen. Es kann passieren, daß ich es morgens mit einem Werk aus dem 19. Jahrhundert zu tun habe und nachmittags mit einem aus dem 17. Jahrhundert. Meine wissenschaftliche Laufbahn habe ich so nicht ad acta legen müssen.“

Christina Schroeter-Herrel: Kunstgeschichte für die Bank

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 08.10.2006, Nr. 40 / Seite C17
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