04.02.2007 · "Im September hat mich das Institut für Auslandsbeziehungen als Kulturmanager nach Lubowitz geschickt, dem Geburtsort Joseph von Eichendorffs. Es ist ein kleines ruhiges Dorf in Oberschlesien.“
"Im September hat mich das Institut für Auslandsbeziehungen als Kulturmanager nach Lubowitz geschickt, dem Geburtsort Joseph von Eichendorffs. Es ist ein kleines ruhiges Dorf in Oberschlesien, in dem ein Kultur-und-Begegnungs-Zentrum an den Dichter erinnert.
Neben einer romantischen Schlossruine gehören eine Herberge, Tagungsräume, eine Ausstellung zur Regionalgeschichte und eine Gedenkstube dazu. Meine Aufgabe ist es, eine tragfähige Strategie für die Zukunft des Zentrums zu entwickeln, das gerade schwierige Zeiten hinter sich hat. Erst mal geht es jetzt darum, zu diskutieren, wie es weitergehen soll.
Außerdem helfe ich bei der Organisation eines Veranstaltungsprogramms für das "Eichendorff-Jahr 2007", koordiniere wissenschaftliche Tagungen zu aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemen in Oberschlesien und veranstalte gemeinsam mit einer Kollegin eine deutsche Kinowoche in Ratibor, mit jungem deutschen Kino.
Es ist nicht immer ganz einfach, die deutsche Minderheit vor Ort zu unterstützen. Man braucht viel Einfühlungsvermögen und diplomatisches Geschick, um Missverständnisse zu vermeiden. Mein Interesse für Polen und den kulturellen Austausch hat sicher auch mit meiner Familie zu tun. Meine Eltern und Großeltern haben Niederschlesien nach dem Krieg verlassen müssen. Ich habe Geographie, Politikwissenschaft und Slawistik studiert und bereits ein Auslandssemester im polnischen Torun absolviert. Meine Schwerpunkte im Studium waren Regionalentwicklung, Tourismusgeographie, deutsch-polnische Beziehungen und Migrationspolitik. Insofern war das auf Berufseinsteiger zugeschnittene ifa-Programm die perfekte Stelle für mich. Von dem Jahr verspreche ich mir Erfahrung im interkulturellen Projektmanagement und in der Organisationsentwicklung."