Home
http://www.faz.net/-gyl-73zbv
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Weiterbildung Rekordgeschäfte mit elektronischem Lernen

Elektronisches Lernen liegt voll im Trend. Denn die Budgets der Unternehmen für Weiterbildung steigen wieder. Und Tabletcomputer machen den Nutzern das Lernen unterwegs leichter.

© Patrick Fox / ddp Weg aus dem Hörsaal, rein ins Netz: E-Learning wird immer beliebter.

Elektronisches Lernen liegt in Deutschland weiter stark im Trend. Die E-Learning-Branche hat im vergangenen Jahr erstmals einen Umsatz von mehr als einer halben Milliarde Euro erzielt. Das geht aus dem jüngsten Branchenmonitor des auf technologische Entwicklungen spezialisierten Essener MMB-Instituts hervor. Insgesamt haben demnach die deutschen E-Learning-Unternehmen 2011 rund 509 Millionen Euro umgesetzt - knapp 22 Prozent mehr als im Vorjahr. „Damit schlägt das Umsatzwachstum der E-Learning-Branche alle bisherigen Rekorde“, konstatieren die Forscher.

Thiemo Heeg Folgen:

Das kräftige Geschäftsplus begründete MMB-Geschäftsführer Lutz Michel mit ökonomischen und technologischen Entwicklungen. „Nach der Wirtschaftskrise sind die Budgets in den Unternehmen für Weiterbildung wieder üppiger“, sagte er der F.A.Z. Dazu komme, dass vor allem größere Firmen elektronisches Lernen zunehmend als Selbstverständlichkeit betrachten. Außerdem trage die massiv wachsende Verbreitung mobiler Technik in Form von Tabletcomputern dazu bei, dass die Besitzer jederzeit und an jedem Ort lernen könnten.

Mehr zum Thema

Bislang ist der Markt geprägt von mittelständischen bis kleinen Anbietern und von Start-up-Unternehmen. Schätzungen gehen von 250 Branchenvertretern mit rund 7700 festangestellten und freien Mitarbeitern aus. Der laut MMB-Ranking größte Anbieter, die Dortmunder Comcave AG, erzielte im vergangenen Jahr einen E-Learning-Umsatz von 15,3 Millionen Euro. Es folgen Bassier, Bergmann & Kindler sowie die IMC AG mit 12,8 beziehungsweise 9,5 Millionen Euro.

Den fünften Platz belegt die Freiburger Verlagsgruppe Haufe, die erstmals in der Studie vertreten ist - ein Unternehmen, das laut MMB seine Wurzeln im klassischen Präsenz-Bildungsgeschäft hat und die Konkurrenzsituation verschärfen könnte. „Hier deutet sich möglicherweise ein Trend an, der für die etablierten E-Learning-Dienstleister durchaus eine Herausforderung werden kann“, heißt es im Branchenmonitor.

Quelle: F.A.Z.

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
E-Learning Im Internet zum Bachelor

Keine Vorlesungen, keine Kommilitonen, dafür Büffeln am PC in Eigenregie: Reine Online-Studiengänge sind etwas für Einzelkämpfer. Wann sich das digitale Lernen trotzdem lohnt. Mehr Von Eva Heidenfelder

01.09.2015, 06:00 Uhr | Beruf-Chance
Veganer Trend Fleischkonsum in Deutschland geht zurück

Studien zeigen, dass der Fleischkonsum der Deutschen rückläufig ist. Im Land von Schweinshaxe, Sonntagsbraten und Wurst wenden sich immer mehr Verbraucher von diesen ab. Mit Produkten wie vegetarischer Currywurst stellen sich Anbieter auf die Verbraucherwünsche ein. Mehr

30.04.2015, 12:00 Uhr | Gesellschaft
Patentstreit Samsung will wegen Apple den Supreme Court einschalten

In einem bereits seit Jahren andauernden Patentstreit mit seinem amerikanischen Rivalen Apple will der südkoreanische Technologieriese Samsung den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten einschalten. Mehr

20.08.2015, 11:49 Uhr | Finanzen
Innovation pur Erfindungen, die dem Crowdfunding zu verdanken sind

In Zeiten von Crowdfunding sind originelle technische Erfindungen nicht mehr nur großen Unternehmen vorbehalten. Ein Münchner Start-Up etwa hat rund 3 Millionen Euro eingesammelt und kann mit "The Dash" kabellose Ohrstöpsel auf dem Markt bringen, die Headset, MP3-Player und Fitnesstracker in einem sind. Auch ein neuartiges Flugobjekt oder eine Panoramaball-Kamera machte die Crowd möglich. Mehr

27.05.2015, 17:52 Uhr | Wirtschaft
Flugreisen Lufthansa erhebt ab heute die neue Ticket-Gebühr

Der Ärger in der Reisebranche über eine neue Ticket-Gebühr der Lufthansa ist groß. Sie schaltet die EU-Kommission und das Kartellamt ein. Und fürchtet, dass das Beispiel Schule macht. Mehr

01.09.2015, 10:32 Uhr | Wirtschaft

Veröffentlicht: 30.10.2012, 14:30 Uhr