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Waldorfschule : Steiners Pädagogik wird zum Exportschlager

Wie Schüler in der Freien Waldorfschule Vordertaunus lernen, kommt auch im Ausland gut an. Bild: Schmitt, Felix

Wer es sich leisten kann, denkt für sein Kind über alternative Erziehungssysteme nach. Und das nicht nur in Deutschland. Rudolf Steiners Reformpädagogik boomt - zum Beispiel in China.

          Die Waldorfschule, die in den achtziger Jahren weitgehend noch als Ort für esoterische Spinner galt, wird zunehmend zu einem – sozusagen deutschen –Erfolgsmodell. Die Zahl der Neugründungen steigt schnell. In Europa, Amerika – und sogar in China, wie die F.A.Z. erfuhr. Dort erlebt Rudolf Steiners Reformpädagogik einen Boom.

          Zwar seien dort die Genehmigungsvoraussetzungen kompliziert; nur zwei Waldorfschulen besitzen nach Angaben der „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“ eine staatliche Lizenz. Doch Dutzende weitere soll es geben, gerade aus der wohlhabenden Oberschicht gingen Elterninitiativen für Neugründungen hervor. Unter solchen Eltern etwa, die einen deutschen Mercedes fahren und es sich leisten können, über die Beschulung ihres Kindes nachzudenken.

          Neugründungen von Waldorfschulen in Deutschland, Europa, Nordamerika und China

          Die Vereinsvorsitzende Nana Göbel war oft in China. Sie sagte der F.A.Z., viele Eltern dort seien auf der Suche nach Alternativen zum „nur auf Leistung orientierten staatlichen Schulsystem“. Die Bewegung für eine neue Erziehung komme von Eltern, die im Westen studiert hätten und selbst die Torturen des chinesischen Schulsystems erlebt hätten, in dem es nur um Auswendiglernen geht. „Die Eltern wissen“, sagt Göbel, „dass sie von der chinesischen Schule nicht auf die Anforderungen eines modernen Arbeitslebens und Unternehmertums vorbereitet worden sind.“

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