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Veröffentlicht: 12.09.2014, 16:00 Uhr

Studenten eher unzufrieden Für die Uni lernen wir

Schlechtes Zeugnis für die Unis? Laut einer Umfrage glauben nur gut acht Prozent der Absolventen, durch ihr Studium auf den Beruf vorbereitet zu sein. Erstaunlich ist, was sie in Sachen Disziplin gelernt haben.

© ddp Wenig Substanz? In einer Umfrage sagen 93 Prozent der befragten Studenten, das Studium bereite nicht auf das Berufsleben vor.

Studium und Job – das passt offenbar nicht zusammen. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Umfrage der Spezialisten-Jobbörse Absolventa unter Berufseinsteigern. Die Jobbörse will ab sofort quartalsweise das Meinungsbild dieser Gruppe zu Berufsthemen beleuchten. Gemäß der nun vorgestellten ersten Umfrage sagen 20 Prozent der gut 470 befragten Studenten und Berufsstarter, dass ihr Studium sie nicht auf das Berufsleben vorbereite. Nur 13 Prozent fühlen sich dagegen durch die Lehrinhalte gut aufgestellt für ihren ersten Job.

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Stattdessen halten die meisten aktuellen und ehemaligen Studenten das Studium mehr für einen guten Workshop in Sachen Selbstorganisation. So gaben 53 Prozent der Teilnehmer an, dass sie durch den Aufbau eines Studiums und den damit verbunden Zwang, sich selbst organisieren zu müssen, eigenständiger geworden wären. Weitere sieben Prozent finden immerhin, dass sie der Prüfungsdruck auf den späteren Stress im Beruf vorbereitet.

Neun von zehn Berufsstartern würden für guten Zweck arbeiten

Ein weiteres Ergebnis des Absolventa-Barometers: Internationale Berufserfahrung steht bei den Vertretern der derzeit jungen Berufseinsteiger tendenziell hoch im Kurs. Trotz der Tatsache, dass viele Studenten bereits während ihres Studiums Auslandserfahrung sammeln, sind sie auch im späteren Job offen für eine berufliche Stippvisite in einem anderen Land. Mit 32 Prozent wollen fast ein Drittel der Befragten auf jeden Fall einmal im Ausland arbeiten, während weitere 51 Prozent diese Chance ergreifen würden, wenn sie von Unternehmensseite aus aktiv angeboten würde. Nur 17 Prozent können sich ein solches Engagement gar nicht vorstellen.

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Interessante Ergebnisse liefert die Analyse auch im Bereich Arbeitgeberattraktivität: Zwar sind mit einer guten Arbeitsatmosphäre, interessanten Aufgaben oder guten Führungskräften für die junge Generation die üblichen Kriterien nach wie vor entscheidende Merkmale eines überzeugenden Arbeitgebers. Wichtig ist den Berufsstartern aber auch das ökologische und soziale Engagement ihres Unternehmens. Für 15 Prozent ist dies sogar der entscheidende Aspekt bei der Auswahl eines Arbeitgebers, für immerhin 67 Prozent ein wichtiger Faktor unter anderen in diesem Kontext. Für nur 18 Prozent spielt dies keine Rolle.

Doch damit nicht genug: Die Mehrheit der jungen Generation ist sogar bereit, sich selbst einzubringen, wenn es um soziale und ökologische Themen geht. Mehr als acht von zehn der befragten Berufseinsteiger, also gut 89 Prozent, wären bereit, einen Teil ihrer Arbeitszeit – beispielsweise vier Stunden in der Woche – für eine gemeinnützige Organisation einzusetzen, wenn dies zur Unternehmensphilosophie gehört. Lediglich 17 Prozent würden dies ablehnen, da sie finden, dass sich ein Unternehmen primär um seine Wettbewerbsfähigkeit kümmern sollte.

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