09.09.2009 · Nur noch knapp ein Monat bis zur UN-Vollversammlung in New York. Jetzt drängen sich die Termine: Die Jugenddelegierten machen sich fit für das Treffen mit den Top-Diplomaten.
Von Emily May BüningEin Blick auf den Kalender: Schon ist es September. Nicht einmal ein Monat noch bis zur Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York, auf die wir Jugenddelegierten uns in den vergangenen Monaten so akribisch vorbereitet haben: der Höhepunkt des Jahres. Die Flüge sind gebucht, ein Zimmer haben wir auch schon. Wir haben schon viel zu Themen wie HIV/Aids und Jugendkriminalität gelesen, die in der Resolution behandelt werden sollen. Auch mit der Rolle von Kindern und Jugendlichen in bewaffneten Konflikten haben wir uns auseinandergesetzt. Dennoch steht uns in diesem letzten Monat vor der Reise nach New York noch eine ganze Menge Arbeit bevor. Während sich Falko auf das Thema HIV/Aids konzentriert, muss ich noch etliche offizielle UN-Dokumente zu den Themen Mädchen und junge Frauen sowie Jugend und Umwelt raussuchen, damit ich dann gegenüber den Diplomaten mit „agreed language“ auftrumpfen kann. Denn wenn etwas einmal von den Mitgliedsstaaten beschlossen wurde, ist es viel einfacher, es wieder in einen Beschluss aufzunehmen.
Außerdem haben wir jetzt doch noch eine ganze Reihe Termine. Wir treffen uns mit ehemaligen Jugenddelegierten in Berlin, um ihre New-York-Erfahrungen zu rekapitulieren, vor allen Fettnäpfchen gewarnt zu werden und die Arbeitsabläufe durchzusprechen. Gerade waren wir außerdem in Oberhof in Thüringen auf einem Seminar der Sportjugend, wo wir noch einmal unser Programm vorgestellt haben, außerdem nahmen wir an einer Summer School der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und des entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationszentrums. Ich kam kaum dazu, die Termine nachzubereiten.
Vor der Abreise gilt es schließlich noch die letzten Details mit der Ständigen Vertretung des Auswärtigen Amts in New York und mit den anderen internationalen Jugenddelegierten abzusprechen. Inzwischen haben sich Jugenddelegierte aus 24 Ländern angekündigt. So viele gab es noch nie – und auch wenn es natürlich bei den 192 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen nur ein sehr kleiner Prozentsatz ist, ist es doch ein großer Erfolg. Wir werden UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon treffen, hoffentlich die Resolution positiv beeinflussen und ein Veranstaltung zum Thema Klimagerechtigkeit und Jugend organisieren – am 13. Oktober können wir in der Mittagspause anderthalb Stunden mit Diplomatinnen, Diplomaten und UN-Angestellten über das Thema diskutieren und ihnen hoffentlich deutlich machen, wie wichtig es gerade dabei ist, die Jugend als Zielgruppe wahrzunehmen und ihre Meinung einzubeziehen. Immerhin bestimmen die Entscheidungen, die im Dezember auf der Weltklimakonferenz in Kopenhagen getroffen werden, maßgeblich die Zukunft unseres Planeten. Und daran sind die jungen Menschen in Deutschland alles andere als desinteressiert. Das hat uns dieses Jahr mit seinen vielen Tourstationen, Terminen und Diskussionen eindrucksvoll gezeigt.