http://www.faz.net/-gyl-8z0ul

Thesius und Springer : Schreibt noch jemand über mein Thema?

  • Aktualisiert am

In wissenschaftlichen Arbeiten steckt viel Zeit und Mühe. Welch ein Ärger, wenn jemand am selben Thema dran ist! Bild: ZB

Für Studierende und Wissenschaftler ist eine zentrale Frage, ob noch jemand über das gleiche Thema eine wissenschaftliche Arbeit schreibt wie sie. Im Versuch, sie zu beantworten kooperiert nun ein Start-up mit einem renommierten Wissenschaftsverlag.

          Dass in Internetunternehmen ein Netzwerkeffekt oft von Vorteil ist, das wissen wir spätestens seit Facebook und Twitter: Online-Plattformen funktionieren am besten, wenn möglichst viele mitmachen. Ganz ähnlich verhält es sich mit einem Start-up, das wissenschaftliches Arbeiten transparenter machen möchte. Thesius heißt das Unternehmen, das im Volksmund auch schon mal als “Wissenschafts-Facebook“ bezeichnet wird. Mit ihm kooperiert nun der renommierte Wissenschaftsverlag Springer - um von Netzwerkeffekten zu profitieren.

          Thesius bietet eine Plattform rund um Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten: Doktoranden, Absolventen oder Studierende, die kurz vor dem Abschluss stehen, können sich hier über mögliche Themen für Abschlussarbeiten informieren, mit Unternehmen und Hochschulen in Kontakt treten und sich mit anderen Studierenden austauschen.

          Von Jura-Doktoranden gegründet

          Das Start-up wurde von Juristen gegründet, die eine eigentlich einfache Idee hatten: Wenn ein Schreiber einer Doktorarbeit nicht weiß, dass ein anderer gleichzeitig über dasselbe Thema schreibt, kann ihn das im Zweifel viel Zeit kosten und viel vergebliche Mühe machen. Eine Datenbank sollte eben jenen Effekt verhindern, Doktoranden einen Austausch ermöglichen und sie umfassend über andere Dissertationen informieren, die entweder schon fertig oder noch in Arbeit sind. Und eine solche Datenbank bietet Thesius. Drum herum ist aber noch viel mehr entstanden, zum Beispiel Recherchemöglichkeiten nach betrieblichen Abschlussarbeiten oder eine Jobbörse.

          Die neue Kooperation mit Springer soll nun die Angebote beider Partner verzahnen und die Online-Communities verschmelzen. Thesius-Nutzern werden künftig relevante Springer-Inhalte angezeigt und umgekehrt. Weitere Schritte zum Ausbau der Zusammenarbeit seien in Vorbereitung, hieß es in einer Pressemitteilung: So soll auch ein gemeinsames akademisches Nachschlageportal entstehen, das für den studentischen Nutzer aufbereitete Inhalte bereitstellt.

          Quelle: nab.

          Weitere Themen

          Die Zukunft wird schlauer

          Künstliche Intelligenz : Die Zukunft wird schlauer

          Künstliche Intelligenz ist heute schon ein Riesenthema. In Zukunft trägt sie dazu bei, dass jeder für wenig Geld studieren kann, die medizinische Versorgung exzellent wird – und irgendwann Mensch und Computer verschmelzen.

          Start-up-Pitch im Smart Video-Seite öffnen

          „me Convention“ : Start-up-Pitch im Smart

          Beim „urban pioneers contest“ von Smart stellen verschiedene Start-ups ihre Konzepte zum Thema „New Urbanism“ vor. Das Besondere: Die Teilnehmer haben drei Minuten Zeit, ihre Produkte in einem fahrenden Smart vorzustellen.

          Topmeldungen

          Sorge um Iran-Atomabkommen : „Große Konflikte und Gefahren“

          Weil die Amerikaner als einzige nicht zufrieden sind, könnte das Iran-Abkommen „zerstört“ werden, warnt Außenminister Sigmar Gabriel. Angesichts der Atomkrise mit Nordkorea brauche man keine weitere, hieß es nach einer Sechserrunde in New York.
          Janet Yellen ist die Chefin der amerikanischen Notenbank Federal Reserve

          Historische Wende : Fed dreht den Geldhahn langsam zu

          Die Federal Reserve gibt den Einstieg in den Austieg bekannt. Die Stimulierung der Märkte soll nach und nach zurückgefahren werden. Es geht um Anleihen im Wert von knapp 4,5 Billionen Dollar.
          Sprachkenntnisse lassen sich im Aus- oder im Inland erwerben. Was ist sinnvoller?

          Nachzug von Ehepartnern : Viele scheitern am Deutschtest im Ausland

          Viele Ausländer, die zu ihrem Ehepartner nach Deutschland ziehen wollen, müssen Deutschkenntnisse nachweisen – und zwar schon vor der Einreise. Kritiker finden das unsinnig. Für Flüchtlinge gilt die Regel ohnehin nicht.
          Abu Walaa, der als einer der einflussreichsten Prediger der deutschen Salafisten-Szene galt, auf einem Video-Screenshot.

          Terror-Prozess in Celle : Wichtiger Zeuge kann wohl nicht aussagen

          Beim Verfahren gegen eine mutmaßliche Führungsfigur des „Islamischen Staats“ in Deutschland wird ein Zeuge offenbar fehlen: Für einen V-Mann, der Abu Walaa und die Salafistenszene ausspioniert hatte, soll eine Aussage zu gefährlich sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.