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Thesius und Springer : Schreibt noch jemand über mein Thema?

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In wissenschaftlichen Arbeiten steckt viel Zeit und Mühe. Welch ein Ärger, wenn jemand am selben Thema dran ist! Bild: ZB

Für Studierende und Wissenschaftler ist eine zentrale Frage, ob noch jemand über das gleiche Thema eine wissenschaftliche Arbeit schreibt wie sie. Im Versuch, sie zu beantworten kooperiert nun ein Start-up mit einem renommierten Wissenschaftsverlag.

          Dass in Internetunternehmen ein Netzwerkeffekt oft von Vorteil ist, das wissen wir spätestens seit Facebook und Twitter: Online-Plattformen funktionieren am besten, wenn möglichst viele mitmachen. Ganz ähnlich verhält es sich mit einem Start-up, das wissenschaftliches Arbeiten transparenter machen möchte. Thesius heißt das Unternehmen, das im Volksmund auch schon mal als “Wissenschafts-Facebook“ bezeichnet wird. Mit ihm kooperiert nun der renommierte Wissenschaftsverlag Springer - um von Netzwerkeffekten zu profitieren.

          Thesius bietet eine Plattform rund um Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten: Doktoranden, Absolventen oder Studierende, die kurz vor dem Abschluss stehen, können sich hier über mögliche Themen für Abschlussarbeiten informieren, mit Unternehmen und Hochschulen in Kontakt treten und sich mit anderen Studierenden austauschen.

          Von Jura-Doktoranden gegründet

          Das Start-up wurde von Juristen gegründet, die eine eigentlich einfache Idee hatten: Wenn ein Schreiber einer Doktorarbeit nicht weiß, dass ein anderer gleichzeitig über dasselbe Thema schreibt, kann ihn das im Zweifel viel Zeit kosten und viel vergebliche Mühe machen. Eine Datenbank sollte eben jenen Effekt verhindern, Doktoranden einen Austausch ermöglichen und sie umfassend über andere Dissertationen informieren, die entweder schon fertig oder noch in Arbeit sind. Und eine solche Datenbank bietet Thesius. Drum herum ist aber noch viel mehr entstanden, zum Beispiel Recherchemöglichkeiten nach betrieblichen Abschlussarbeiten oder eine Jobbörse.

          Die neue Kooperation mit Springer soll nun die Angebote beider Partner verzahnen und die Online-Communities verschmelzen. Thesius-Nutzern werden künftig relevante Springer-Inhalte angezeigt und umgekehrt. Weitere Schritte zum Ausbau der Zusammenarbeit seien in Vorbereitung, hieß es in einer Pressemitteilung: So soll auch ein gemeinsames akademisches Nachschlageportal entstehen, das für den studentischen Nutzer aufbereitete Inhalte bereitstellt.

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