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Test: Haben Sie das Zeug für die Eliteuni?

Haben Sie das Zeug für die Eliteuni?

Wer an der Hochschule in St. Gallen aufgenommen werden will, muss sich in einem Test bewähren. Sieben Fragen aus dem Zulassungstest haben wir ausgewählt. Geprüft wird nicht Wissen, sondern Denkvermögen und Kreativität. Beweisen Sie, was in Ihnen steckt!

1. Aufgabe: Textanalyse mit Schulden

Viele Entwicklungsländer sind bei den reichen Industrieländern hoch verschuldet. Das Ausmaß der Verschuldung wird durch den Verschuldungsgrad ausgedrückt. Dazu dividiert man die Schulden des betreffenden Landes durch seine jährlichen Exporteinnahmen. Dieser Berechnung zufolge hat Venezuela einen Verschuldungsgrad von 2,8, Chile von 3,2 und Sambia von 6,0. Auf dem sogenannten Sekundärmarkt werden die Schuldscheine verschuldeter Länder gehandelt. Ihr Marktwert hängt von der finanziellen Lage des Schuldnerlandes ab und ist umso geringer, je höher das betreffende Land verschuldet ist. Welche der folgenden Aussagen lässt beziehungsweise lassen sich aus diesen Informationen ableiten?

I. Die jährlichen Exporteinnahmen von Chile liegen unterhalb derjenigen von Venezuela.

II. Würde ein Industrieland einem Entwicklungsland einen Teil seiner Schulden erlassen, erhöhte sich der Marktwert der Schuldscheine dieses Entwicklungslandes.

  • a) Nur Aussage I lässt sich ableiten.
  • b) Nur Aussage II lässt sich ableiten.
  • c) Beide Aussagen lassen sich ableiten.
  • d) Keine der beiden Aussagen lässt sich ableiten.

2. Aufgabe: Rechnen mit Saft

In der Cafeteria der Backwoods University werden 10 Liter eines Orangensaftgetränks mit einem Fruchtsaftanteil von 60 Prozent und 15 Liter eines Orangensaftgetränks mit einem Fruchtsaftanteil von 80 Prozent zusammengegossen. Wie viele Liter Wasser muss man hinzufügen, um ein Orangensaftgetränk mit einem Fruchtsaftanteil von 40 Prozent zu erhalten?

  • a) 18 Liter
  • b) 20 Liter
  • c) 25 Liter
  • d) 27 Liter

3. Aufgabe: Quantitative Problemlösung in einer Bank

In einer bestimmten Abteilung des Bankhauses Stein & Reich treten monatlich die Kosten K auf. Sie ergeben sich aus dem arithmetischen Mittel (Durchschnitt) der Kosten K1 und K2. Im Monat X war K2 viermal so groß wie K1. Um wie viel Prozent verändert sich K, wenn im darauffolgenden Monat Y K1 verdoppelt und K2 halbiert wird?

  • a) um minus 20 %
  • b) um minus 10 %
  • c) um ± Null
  • d) um plus 20 %

4. Aufgabe: Erkennen Sie das logische Muster!

Von neun Feldern, die Sie links unten sehen, enthalten acht Felder Figuren. Im neunten Feld (rechts unten) befindet sich ein Fragezeichen. Die Anordnung der Figuren folgt bestimmten Regeln. Diese Regeln müssen Sie erkennen und anwenden, um die neunte Figur zu finden. Die Regeln gelten

von links nach rechts oder
von oben nach unten oder
sowohl von links nach rechts als auch von oben nach unten.

Andere Richtungen für die Regeln (zum Beispiel diagonal) gibt es nicht! Für die Lösung einer Aufgabe benötigen Sie eine, zwei oder drei Regeln. Es ist auch möglich, dass eine Regel waagerecht und eine andere Regel senkrecht gilt. Wählen Sie die Figur aus, die an der Stelle des Fragezeichens stehen muss.



  • a) ist richtig
  • b) ist richtig
  • c) ist richtig
  • d) ist richtig

5. und 6. Aufgabe: Analyse in einer erfundenen Sprache

In den folgenden beiden Aufgaben werden Ihnen Ausdrücke in erfundenen Fremdsprachen und deren Übersetzung vorgestellt. Daraus können Sie die Bedeutung einzelner Wörter sowie einige grammatikalische Regeln der fremden Sprache erschließen. Mit Hilfe dieser Informationen können Sie die sich anschließenden Fragen beantworten. Sie können davon ausgehen, dass es keine Ausnahmen von den Regeln gibt (zum Beispiel unregelmäßige Verben) und dass nur diejenigen Regeln gelten, die sich aus den vorgegebenen Ausdrücken erschließen lassen.

Aufgabe 5

tundo ramodopo novot = Der Schüler rief seinen Onkel.
namidu kavino suvavot = Die Verkäuferin grüßte den Lehrer.
tundu kavinopu tetavosir = Die Schülerin fragt ihren Lehrer.
hidamo tundo nosir = Der Hausmeister tadelt den Schüler.

„Der Onkel grüßte seinen Hausmeister“ heißt in der fremden Sprache:

  • a) novot suvosir hidamo
  • b) namidu hidamopu suvavot
  • c) novot hidamopo suvasir
  • d) ramodo hidamopo suvavot

Aufgabe 6

puna selveui = Das Kind kommt aus der Hütte.
puna tipveu = Die Katze kommt zur Hütte.
lom fanveui = Der Bauer kommt vom Acker.
borro selveu = Das Kind kommt auf die Wiese.

Was heißt „Das Kind kommt auf den Acker“ in der fremden Sprache?

  • a) lom selveui
  • b) lom selveu
  • c) lom fanveu
  • d) puna selveu

7. Aufgabe: Kurvendiskussion



In der Grafik ist die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts der Schweiz (als Maß der volkswirtschaftlichen Leistung) der Entwicklung der Gesundheitskosten gegenübergestellt, wobei die Kosten des Gesundheitssystems ein Teil des Bruttoinlandsprodukts sind. In der Abbildung sind die jeweiligen Beträge im Jahre 1985 gleich 100 gesetzt und die Beträge in den Folgejahren als Prozentangaben mit Bezug auf das Jahr 1985 angegeben. Welche der folgenden Aussagen lässt beziehungsweise lassen sich aus diesen Informationen ableiten?

1. Im dargestellten Zeitraum haben sich die Gesundheitskosten mehr als verdoppelt.
2. Der Anteil der Gesundheitskosten am Bruttoinlandsprodukt hat sich im abgebildeten Zeitraum ständig erhöht.

  • a) Nur Aussage 1 lässt sich ableiten.
  • b) Nur Aussage 2 lässt sich ableiten.
  • c) Beide Aussagen lassen sich ableiten.
  • d) Keine der beiden Aussagen lässt sich ableiten.

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Quelle: F.A.Z.

Veröffentlicht: 13.01.2017 16:27 Uhr