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Dienstag, 14. Februar 2012
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Studieren im Ausland Förderprogramm weckt Fernweh

08.04.2008 ·  Das EU-Programm „Erasmus“ unterstützt Jahr für Jahr Hunderttausende Studenten auf dem Weg zum Auslandssemester. Jetzt weist eine Studie nach, dass die Geförderten später auch besonders häuig im Ausland arbeiten.

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Vermuten ließ sich dies schon länger, jetzt haben es Matthias Parey (University College London und IZA) und Fabian Waldinger (London School of Economics) in einer Forschungsarbeit empirisch belegt: Die Förderung des Auslandsstudiums ist ein erfolgreicher Weg, um die Arbeitsmobilität in Europa zu stärken. Parey und Waldinger weisen nach, dass Absolventen des Erasmus-Förderprogramms der Europäischen Union später mit einer um bis zu 20 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit einen Job im europäischen Ausland annehmen als ihre Kommilitonen, die nicht an dem Programm teilgenommen haben.

Seit 1987 wurden insgesamt 1,7 Millionen Studenten mit Erasmus-Mitteln gefördert, aus Deutschland kamen rund 265.000 von ihnen. Den Teilnehmern werden die unter Umständen anfallenden Studiengebühren im Ausland erstattet, außerdem erhalten sie einen sogenannten monatlichen Mobilitätszuschuss. Für die seit gut einem Jahr und noch bis 2013 laufende aktuelle Phase ihres Bildungsdachprogramms „Lebenslanges Lernen“ stellt die Europäische Union insgesamt 7 Milliarden Euro zur Verfügung, bedient werden daraus neben dem Hochschul-Programm Erasmus auch Förderprogramme zur grenzübergreifenden Schul- (Programmname „Comenius“), - Berufs- („Leonardo“) und Erwachsenenbildung („Grundtvig“).

Ökonomischer Nutzen und kulturelles Interesse

Die vom Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) vorgestellte Studie der beiden Wirtschaftswissenschaftler aus London belegt auf der Grundlage von Daten des Unternehmens Hochschul-Informations-System (HIS), dass Erasmus-Absolventen sich besonders häufig aus Interesse an der Kultur und Gesellschaft ihres einstigen Studienlandes dafür entscheiden, dort auch zu arbeiten. Wer nie Erasmus-Student war, lässt sich demnach deutlich öfter nur aus wirtschaftlichen Beweggründen darauf ein, im Ausland eine Stelle zu suchen und anzunehmen.

Nach Ansicht des IZA-Direktors Klaus Zimmermann lässt sich daraus schließen, dass Förderprogramme wie Erasmus einen wichtigen Beitrag dazu leisten, einen integrierten Arbeitsmarkt in Europa zu schaffen, die Qualifikationen und Innovationskräfte der Arbeitnehmer optimal einzusetzen und regionalem Fachkräftemangel vorzubeugen. Die Förderung von Mobilität schon zu Studienzeiten erspare teure Anreize im weiteren Verlauf des Berufslebens und sorge für den größtmöglichen ökonomischen Nutzen.

Mehr zu den Studienprogrammen der Europäischen Union: www.eu.daad.de

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