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Studie Ein studentischer Nebenjob bringt 8,80 in der Stunde

Eine Untersuchung zur Lage der Studenten zeigt, dass es sich lohnt, neben dem Studium einen Job zu haben, der mit dem Studienfach zu tun hat. Männer verdienen zudem etwas mehr als Frauen. Durchschnittlich 266 Euro bringt das Arbeiten neben dem Studium im Monat ein.

© Wresch, Jonas Vergrößern Hat wenig mit dem Studium zu tun: Kellern im Hotel

Ein Ergebnis einer aktuellen Studie zur Lage der Studenten in Deutschland dürften deutsche Arbeitgeber angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels mit gemischten Gefühlen betrachten: Viele Studenten - 80 Prozent - können sich vorstellen, nach dem Studienabschluss im Ausland zu arbeiten. Das zeigt eine Befragung, die die Studitemps GmbH, ein Personaldienstleister für Studentenjobs, und die Universität Maastricht unter 12400 Studierenden durchgeführt haben; die Ergebnisse spiegeln die Situation der Befragten im Sommersemester 2012 wider.

Hinzu kommt, dass gut die Hälfte der Studenten angibt, die englische Sprache „fließend“ zu beherrschen. Französisch sprechen dagegen nach eigener Auskunft nur 4 Prozent fließend, Spanisch 2 Prozent.

Ihrer berufliche Zukunft sehen zwei Drittel der Befragten optimistisch entgegen. Sie erwarten einen unproblematischen Übergang in den Beruf. Dem stehen 14 Prozent gegenüber, die keine berufliche Perspektive für sich sehen.

Mediziner sind besonders optimistisch

Am optimistischsten blicken Mediziner und Gesundheitswissenschaftler in die Zukunft. Auch angehende Ingenieure, Informatiker und Mathematiker sind überdurchschnittlich zuversichtlich. Gute Berufschancen für sich vermuten hingegen nur 11 Prozent der Sprach- und Kulturwissenschaftler. Ähnlich zurückhaltend äußern sich Studierende der Sozial- und Geisteswissenschaften, aus dem Bereich Kunst und Musik und - eher überraschend - der Rechtswissenschaften.

Dabei unterscheiden sich die Einschätzungen von Männern und Frauen deutlich. 33 Prozent der männlichen Befragten sehen ihrem Berufseinstieg uneingeschränkt positiv entgegen, unter den Frauen sind es nur 20 Prozent.

Besonders optimistisch ist, wer schon einschlägige Berufserfahrungen gemacht hat. Allerdings stimmen der Aussage „Mein Nebenjob ist für mich später auch in Vollzeit vorstellbar“ nur 6,4 Prozent uneingeschränkt zu.

Gerne angestellt

Einen Beruf im Angestelltenverhältnis streben 29,7 Prozent an, gefolgt von der Beamtenlaufbahn (12,6 Prozent) und dem Wunsch, Unternehmer zu werden (11,8 Prozent). Nur 9 Prozent wollen freiberuflich tätig werden. Fast 40 Prozent sind noch unentschieden.

Die meisten Studenten verfügen schon über Arbeitserfahrungen, nur 17 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer haben noch nicht gearbeitet. Ein Drittel gab an, im Sommersemester 2012 eine Stelle gehabt zu haben, die inhaltlich mit dem Studium zu tun hatte. Das gilt am meisten für Medien- und Erziehungswissenschaftler und am wenigsten für Natur- und Rechtswissenschaftler. 30 Prozent arbeiten während der Vorlesungszeit fünf bis zehn Stunden in der Woche, 17 Prozent 15 bis 20 Stunden. Mehr arbeiten nur wenige.

Das hat auch einen finanziellen Grund: Studierende sind im laufenden Semester nur dann von Beiträgen zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung befreit, wenn sie sich nachweislich und überwiegend ihrem Studium widmen. Dies setzt voraus, dass die wöchentliche Arbeitszeit im Semester nicht mehr als 20 Stunden beträgt.

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