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Teure Unistädte : Studenten in München leiden am meisten unter den Mieten

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Ziemlich trist und ziemlich teuer: studentisches Wohnen in Frankfurt. Bild: Kai Nedden / F.A.Z.

Die Universitätsstädte sind besonders teuer, die Einkommen von Studenten nicht gerade üppig. Kein Wunder, dass sie besonders unter den hohen Mieten leiden. Wo es am teuersten und wo es noch erträglich ist, hat nun die Universität Maastricht untersucht.

          Deutschland diskutiert über die Mietpreisbremse und eine Klientel dürfte besonders interessiert an der Debatte sein: Studenten. Auf dem Wohnungsmarkt sind sie oft eines der schwächsten Glieder in der Kette. Für die erste eigene Bude oder das erste WG-Zimmer sind sie darauf angewiesen, möglichst in der Nähe der Hochschule unterzukommen - also meist in den teureren Ecken Deutschlands. Oft ohne viele Sicherheiten und ohne ein hohes Einkommen sind sie außerdem für viele Vermieter keine besonders attraktive Klientel.

          Wo Studenten am meisten je Quadratmeter bezahlen müssen, hat nun eine aktuelle Studie untersucht. Mit einem wenig überraschenden Ergebnis: München führt die Liste der teuersten Studentenstädte an - mit durchschnittlich 18,20 Euro je Quadratmeter Wohnfläche bei den Studentenwohnungen. Auf Platz zwei folgt Stuttgart mit 16,28 Euro je Quadratmeter, dahinter Hamburg mit 15,23 Euro.

          Zum Vergleich: Den niedrigsten Quadratmeterpreis fanden Studierende mit 9,54 Euro in Leipzig vor, den zweitniedrigsten in Magdeburg mit 10,33 Euro. Doch es gibt auch günstige Studentenstädte in Westdeutschland: In Dortmund etwa zahlen Studenten im Durchschnitt 10,47 Euro je Quadratmeter, in Bochum 11,47 Euro. Die Zahlen stammen aus der 3. Erhebung der Studienreihe „Fachkraft 2020“, die die Maastricht University im Auftrag der Zeitarbeitsfirma Studitemps im September 2013 Jahres machte. Bundesweit haben über 19.000 Personen an der Online-Befragung teilgenommen.

          Je teurer der Quadratmeterpreis, desto kleiner die Wohneinheit – und umgekehrt: Dieser Formel folgen der Studie zufolge viele Studenten, die sich in teureren Städten regelmäßig deutlich kleinere Buden suchen. In Hessen etwa leisten sich Hochschüler im Durchschnitt 28,3 Quadratmeter; bevorzugt wird dabei mit Abstand die Wohngemeinschaft. Zum Vergleich: In Berlin steht Studierenden mit durchschnittlich 32 Quadratmetern Fläche der bundesweit größte Wohnraum zur Verfügung.

          Eine weitere Art, hohen Mieten zu entgehen, ist zu Hause wohnen zu bleiben - zumindest für Hochschüler, die in der Nähe des Wohnorts ihrer Eltern studieren. Diese Möglichkeit nutzen - nach Bundesländern betrachtet - am häufigsten die saarländischen Studenten. Doch auch in Nordrhein-Westfalen und Hessen wohnen überdurchschnittlich viele Studenten noch bei Mama und Papa. Eine richtige eigene Wohnung, also nicht nur ein WG- oder Wohnheimzimmer, leisten sich Studenten am häufigsten in Bundesländern mit relativ geringen Mieten: Hier liegen Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt vorn.

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