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Studenten und Flüchtlinge : Programmieren und helfen

  • Aktualisiert am

Schnelle Hilfe per App: Das verspricht die neue Erfindung von Wirtschaftsinformatik-Studenten Bild: dpa

Wie spannend und aktuell Entwicklungen sein können, die Studenten im Rahmen ihres Studiums machen, zeigt dieses Beispiel: Studierende haben eine App programmiert, die Flüchtlingen das tägliche Leben erleichtern soll.

          Eine Smartphone-App aus München soll Flüchtlingen die Ankunft in Deutschland erleichtern. Studenten und Mitarbeiter der TU München haben eine kostenlose Anwendung entwickelt, in der die wichtigsten Informationen bereitgestellt werden können, wie die Universität am Freitag mitteilte. Unter anderem leitet die App zum nächsten Arzt, zu Einrichtungen mit Deutschkursen und klärt darüber auf, bis wann bestimmte Anträge abgegeben werden müssen.

          Die App namens „Integreat“ ging laut TUM zunächst für Augsburg online. In Bad Tölz werde aber auch schon an der App gearbeitet, weitere Initiativen in München, Regensburg, Erlangen, Nürnberg, Düsseldorf, Schwerin, Köln und der Main-Taunus-Kreis seien an der Nutzung interessiert. Es gebe auch eine Anfrage aus Wien. Da der überwiegende Teil der Flüchtlinge ein Android-Smartphone besitze, sei die App für dieses System programmiert worden. Die App könne auch offline werden, nachdem sie einmal heruntergeladen wurde.

          Fünf Sprachen und bildliche Symbole

          Die Idee entstand zusammen mit dem Verein „Tür an Tür“ in Augsburg, der seit Jahren wichtige Informationen für Flüchtlinge in einer Broschüre zusammenstelle, hieß es. Doch Adressen und Ansprechpartner ändern sich schnell, und damit sind einige Informationen bereits nach wenigen Wochen veraltet.

          Studenten der Wirtschaftsinformatik der TU München entwickelten deshalb zusammen mit dem Verein und dem Sozialreferat der Stadt Augsburg binnen acht Monaten die App, die nun in fünf Sprachen verfügbar ist. Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Farsi. Zusätzlich arbeitet das Team daran, auch die Bildsprache zu verbessern, um mehr Informationen über Symbole vermitteln zu können.

          Quelle: dpa

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