http://www.faz.net/-gyl-91pt0

Sanierungsbedürftig : Uni-Mensen haben immer weniger Stammgäste

  • Aktualisiert am

Schmeckt’s? So mancher Studenten hat nach den Daten des Studentenwerks Qualität und Atmosphäre in der Mensa zu bemängeln. Bild: dpa

Zahlen des Studentenwerks zeigen: Ein immer kleinerer Anteil der Studierenden ist Stammgast in der Mensa. Woran liegt’s? Und warum fordern die Betreiber trotzdem mehr statt weniger Kapazitäten?

          Ein immer kleinerer Anteil der deutschen Studenten ist Stammgast in einer Hochschulmensa. Daten des Deutschen Studentenwerkes zufolge hat der Anteil der Mensa-Stammgäste an den Studierenden seit 2009 deutlich abgenommen: Waren es damals noch 41 Prozent, sank die Zahl 2012 auf 37 Prozent und liegt nun nur noch bei 32 Prozent.

          Trotzdem fordert das Deutsche Studentenwerk (DSW), dass die Mensen in großem Umfang ausgebaut und saniert werden. Denn auch wenn der Stammgäste-Anteil gesunken ist, ist die absolute Gesamtzahl der Studenten rapide gestiegen: „Wir haben so viele Studierende wie noch nie zuvor“, sagte der DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde anlässlich eines Treffens von Mensa-Fachleuten in Magdeburg. „Die Mensa-Kapazitäten sind aber nicht im gleichen Umfang mitgewachsen.“ In den kommenden vier Jahren müssten 800 Millionen Euro investiert werden, forderte er. Schon jetzt arbeiteten viele Bedienstete in den Mensen an ihrer Belastungsgrenze.

          Immerhin gehen weiterhin stolze 73 Prozent der Studierenden sporadisch, also mindestens einmal in der Woche in die Mensa. Männer nutzen die Mensa häufiger als Frauen, jüngere Studierende häufiger als ältere. Für gut die Hälfte der Studierenden ist das Mittagessen die Tages-Hauptmahlzeit. Überdurchschnittlich viele Ingenieurwissenschafts- und Medizinstudenten gehen mindestens einmal in der Woche in die Mensa.

          Mehr als ein Viertel der Nicht-Nutzer bemängelt Qualität und Atmosphäre

          Mehr als ein Viertel der Nicht-Mensagänger kritisiert die Essens-Qualität und Atmosphäre in der Uni-Mensa. Mehr als die Hälfte der sporadischen Nutzer gibt an, selbst gekochtes Essen vorzuziehen. Zufrieden sind die Mensagäste vor allem mit dem Preis-Leistungsverhältnis dort – fast zwei Drittel haben daran nichts auszusetzen.

          Die Studentenwerke betreiben mehr als 950 hochschulgastronomische Einrichtungen, darunter mehr als 400 Mensen, sowie Cafés, Cafeterien, Bistros und Restaurants.

          Quelle: nab.

          Weitere Themen

          Kinder, Küche, Kolloquium

          Das andere Studentenleben : Kinder, Küche, Kolloquium

          Studieren mit Kind oder Babybauch: Die Doppel-Belastung zehrt an den Nerven – und manchmal wird selbst den Stärksten alles zu viel. Ein Ortsbesuch an der LMU München.

          Ausschreitungen in Bolivien Video-Seite öffnen

          Kurz vor Rally Dakar : Ausschreitungen in Bolivien

          In Boliviens Hauptstadt La Paz sind Demonstranten und Sicherheitskräfte aneinandergeraten. Die Proteste wurden von Arbeitern und Studenten angeführt. Sie richteten sich gegen die linke Regierung von Präsident Evo Morales und neue Gesetze, mit denen Mitarbeiter des Gesundheitswesens stärker kontrolliert werden sollen.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          „Ja“ zu GroKo-Verhandlungen : Die Zwergen-SPD

          Die SPD hat sich selbst niedergerungen. Die Sozialdemokraten haben sich auf dem Parteitag für die Groko-Verhandlungen entschieden. Noch kleiner als in Bonn sollte sie sich aber nicht mehr machen. Ein Kommentar.

          Türkeis Offensive in Syrien : Der vergiftete Olivenzweig

          Die Türkei hat ihren zweiten Feldzug im Norden Syriens begonnen. Doch diesmal geht es nicht gegen den Islamischen Staat. Die neuen alten Gegner sind die Kurden. Das hat auch Auswirkungen auf die Beziehungen zu Russland.

          4:2 gegen Bremen : FC Bayern gewinnt packendes Spiel

          Das Duell Spitzenreiter gegen Kellerkind ist alles andere als eine klare Sache. Die Bremer gehen in München gar in Führung. Doch am Ende entscheiden zwei Spieler die torreiche Partie für die Münchner.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.