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Planspiel Aus Trier, woher auch sonst?

 ·  Den bundesweiten Planspiel-Wettbewerb "Exist-Prime-Cup" haben drei Studenten aus Trier gewonnen: Florian Gasper, Roman Wille und Florian Hillesheimer. Ihr Erfolgsrezept: Interdisziplinarität.

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Aus Trier kommen Deutschlands beste Nachwuchsunternehmer, woher auch sonst? Karl Marx, der berühmteste Sohn der Stadt an der Mosel, erforschte im 19. Jahrhundert den Kapitalismus; jetzt haben drei Studenten der Trierer Universität gezeigt, wie er funktioniert: Beim bundesweiten Planspiel „Exist-Prime-Cup“ setzten sich Florian Gaspar, Roman Wille und Florian Hillesheim gegen insgesamt 1500 Konkurrenten von 130 Hochschulen durch (lesen Sie einen Bericht über die Vorentscheidungen - Studentische Planspiele: Wie im wahren Unternehmer-Leben).

Im Finale des Planspiels, das vom Bundeswirtschaftsministerium unterstützt wird, ging es darum, ein Konzept zur Gründung, Führung und Nachfolge des fiktiven Solarenergie-Unternehmens „Solarprime AG“ zu entwickeln. „Ich bin beeindruckt, wie professionell die Studierenden die Rolle als Unternehmer ausgefüllt haben. Dies ist der Unternehmergeist, den alle Hochschulen ihren Studierenden mitgeben sollten“, sagt Staatssekretär Walther Otremba, der die Preisverleihung in Berlin vornahm. „Es ist besonders schön, dass ein interdisziplinäres Team gewonnen hat“, ergänzt Professor Helmut Wittenzellner von der Stuttgarter Hochschule der Medien, der den Wettbewerb vor fünf Jahren initiiert hat.

Betriebswirtschaft, Jura, Psychologie – das war die optimale Mischung, wie Florian Gaspar, 23, erklärt: „Florian Hillesheimer konnte als Psychologe besonders gut unsere Konkurrenten lesen, Roman Wille als Rechtswissenschaftler ist sehr wortgewandt, das hat unserer Präsentation genutzt. Und ich selbst war als Betriebswirtschaftler für die Zahlen verantwortlich.“ Die verschiedenen Sichtweisen vereinten sich zu einer erfolgreichen Strategie des Mittelwegs. „Zuerst hatten wir Schwierigkeiten, weil wir die Preise zu knapp kalkuliert hatten“, berichtet Gasper. „Dann haben wir uns gegen den Kampfpreis und für das mittlere Marktsegment entschieden.“

Wer so aus Fehlern lernt, der wird belohnt: Geld- und Sachpreise im Wert von insgesamt 10.000 Euro haben Audi, BMW, Infineon und Siemens für die drei erstplatzierten Teams gestiftet. Auf den Plätzen zwei und drei landeten die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin und die Fachhochschule Landshut. Was man sich davon kaufen kann? Die Marx-Engels-Werkausgabe zum Beispiel: Ihre 43 Bände kosten schlappe 700 Euro.

Die Anmeldung für die nächste Runde des Planspielwettbewerbs läuft unter: www.primecup.de

Quelle: F.A.Z.
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Jahrgang 1978, Redakteur in der Wirtschaft.

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