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Neuer Rekord : Hochschulen geben mehr Geld aus

Eine Vorlesung an der Technischen Universität in Ilmenau (Thüringen) Bild: dpa

Zum ersten Mal überhaupt sind die Ausgaben für Deutschlands Hochschulen auf 50 Milliarden Euro gestiegen. Fast 30 Milliarden davon fließen allein in einen Posten.

          Die Ausgaben der öffentlichen, kirchlichen und privaten Hochschulen für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung sind im Jahr 2015 erstmals auf 50 Milliarden Euro gestiegen. Das waren knapp 4 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitgeteilt hat. Ebenfalls um 4 Prozent stiegen die eigenen Einnahmen der Hochschulen, auf 26,2 Milliarden Euro. Knapp 60 Prozent der Ausgaben waren Aufwendungen für Personal; sie betrugen 28,9 Milliarden Euro und lagen um 3,6 Prozent höher als 2014. Stärker stiegen die Investitionen: um 9 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro.

          Lisa     Becker

          Redakteurin in der Wirtschaft

          Die Universitäten gaben gut 20 Milliarden Euro aus, 3,5 Prozent mehr als 2014. Die Ausgaben der Fachhochschulen erhöhten sich um 5 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Die medizinischen Einrichtungen der Universitäten wendeten 22,6 Milliarden Euro auf, was einer Steigerung von 3,6 Prozent entsprach.

          Die höheren Ausgaben konnten die Hochschulen zu einem großen Teil über mehr eigene Einnahmen finanzieren. So stiegen die Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Vermögen um 5 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro. Diese wurden zu gut 90 Prozent von den medizinischen Einrichtungen erwirtschaftet, als Entgelte für Krankenhausbehandlungen.

          Rund 7,4 Milliarden Euro waren Drittmittel; gegenüber 2014 stiegen sie leicht um 1,5 Prozent. Die von den Hochschulen eingeworbenen Drittmittel stammten überwiegend aus öffentlichen Quellen: 2,5 Milliarden kamen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und 1,9 Milliarden vom Bund. Die gewerbliche Wirtschaft gab 1,4 Milliarden Euro für Drittmittelprojekte an den Hochschulen.

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